Tottenham stolpert richtung abstieg: 1:3 gegen palace, tudor glaubt trotzdem härter
60.213 Zuschauer, ein frühes Tor, dann Rot, Penalty, Pfeifkonzert – und ein Trainer, der nach der vierten Pleite nacheinander sagt: Ich glaube festere daran als je zuvor. Tottenham droht 2026 das unglaubliche Debakel: der erste Premier-League-Abstieg seit 1977.
Van de ven fliegt, sarr trifft doppelt – und vicario sieht den abstieg
Dominic Solanke hatte die Spurs nach acht Minuten in Führung geschossen, das Stadion erlahmte schon vor der Pause. Denn Micky van de Ven riss Ismaila Sarr im Strafraum um, sah Rot, Sarr verwandelte den fälligen Elfmeter – und machte nach dem Seitenwechsel sogar das 3:1. Zwischen den Treffern kassierte Keeper Guglielmo Vicario einen Befreiungsschlag von Mathys Tel, der direkt zu Jorgen Strand Larsen rutschte. 1:2. 1:3. Elf Liga-Spiele ohne Sieg, null Punkte aus drei Spielen unter Igor Tudor, nur noch einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Der Kroate strahlte nach Abpfiff fast Gelassenheit. „Wer in meinem Boot rudert, darf bleiben – die anderen können abspringen“, sagte er und verwies auf die verletzte Rumpftruppe. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: seit Jahresbeginn holte Tottenham nur zwei Punkte, weniger als Schlusslicht Wolverhampton. Selbst der FC Burnley, seit Wochen abgeschrieben, liegt nur drei Zähler dahinter.

Champions-league-achtelfinale steht an – doch die liga brennt
Nächste Woche gastieren die Spurs bei Atlético Madrid, im Achtelfinale der Königsklasse. Die Ironie: Das Stadion, das die Forbes-Liste mit 2,84 Mrd. Euro als zweitwertvollsten Club der Welt wertet, könnte im Mai zweite Liga bieten. Die Fans buhten, einige verließen schon zur Pause. Tudor wischte die Frage nach einer möglichen Entlassung beiseite: „Neun Spiele sind noch Zeit, ich bleibe ruhig.“
Doch der Kalender macht keinen Halt. Am 22. März empfängt Tottenham Nottingham Forest – ein echtes Sechs-Punkte-Spiel. Verliert die Mannschaft auch dort, winkt der Vorletzte. Die Leeds-Katastrophe von 2004 war ein Warnschuss, kein historisches Gespenst. Die nächste Niederlage könnte die Tür zum Abstieg endgültig aufsprengen.
