Tottenham gewinnt, fliegt trotzdem raus: atlético lächelt über 3:2-sieg
3:2 lautet das Ergebnis, 5:7 die Wahrheit. Tottenham Hotspur schlägt Atlético Madrid im Rückspiel, doch die Hinspiel-Klatsche wiegt zu schwer. Die Spurs verabschieden sich mit erhobenem Kopf, aber leeren Händen aus der Champions League.

Simons und kolo muani retten die ehre, nicht den einzug
Xavi Simons trifft doppelt – einmal per Foulelfmeter kurz vor dem Abpfiff – und Randal Kolo Muani nagelt den Ball zum 1:0-Auftakt unter die Latte. Die Tottenham-Fans glauben 70 Minuten lang ans Wunder. Doch Julian Alvarez bringt Atlético mit seinem 1:1 wieder auf den Boden. David Hancko erhöht auf 2:2, und plötzlich steht fest: Selbst ein 4:2 würde nicht reichen. Die 2:5-Pleite im Wanda Metropolitano brennt wie Säure in den Augen.
Die Statistik ist gnadenlos: Drei Tore Differenz lassen sich in 90 Minuten kaum wenden, schon gar nicht gegen Diego Simeones Bollwerk. Atlético spielt nicht, Atlético verwaltet – und das mit der Lässigkeit eines Teams, das schon im Viertelfinfla wartet. Dort wartet nun der FC Barcelona, ein spanisches Duell, das Atlético laut Simeone "wie ein Finale" sein wird. Hansi Flick blickt auf die Pokal-Pleite gegen dieselben Gegner zurück und wischt sich die Erinnerung mit der Hand ab: "Sie kennen uns, wir kennen sie. Wer zuerst trifft, bestimmt das Tempo."
Für Tottenham bleibt die Erkenntnis: Ein Sieg kann eine Niederlage sein, wenn er zu spät kommt. Ange Postecoglou stapft mit hängenden Schultern in den Tunnel, während die Atlético-Ultras ihre weiße Fahne schwenken – nicht der Kapitulation, sondern des Weitermarschs. Die Königsklasse verliert einen Kämpfer, gewinnt aber eine Geschichte über die Grausamkeit der Zwei-Partien-Dramatik.
