Torino zerquetscht lazio: ismajli glänzt, nur tavares entkommt der katastrophe
Keine Fünf, keine Vier, kaum Dreie – im Stadio Olimpico wurde die Lazio am Sonntagabend regelrecht vernichtet. Das 3:0 der Granata war noch milde, die Noten der Gazzetta dello Sport sprechen Klartext: In Schwarz-Weiß steht ein Team voller Sechser und Siebener, in Hellblau nur ein einziger Retter – Nuno Tavares.

Ismajli schreibt sich in die notenliste ein
Ardian Ismajli war der Unbekannte im Toro-Abwehrzentrum, jetzt steht er neben Gleison Bremer in der Bestenliste. Der albanische Nationalspieler gewann 13 von 14 Zweikämpfen, spielte 94 Prozent seiner Pässe sauber und blockte zweimal in höchster Not. Die Redaktion vergab eine glatte 7,5 – besser als jeder Laziale.
Bei den Römern dagegen ein einziges Desaster. Sergej Milinković-Savić wirkte wie eingebremst, Ciro Immobile verpasste die erste Großchance schon nach neun Sekunden. Danach brach die Ordinate ein. Lazio-Coach Maurizio Sarri starrte nach dem Abpfiff auf den Rasen, als würde er dort die Gründe für das Debakel suchen.
Die Statistik hinter der Geschichte: Torino schoss acht Mal aufs Tor, Lazio nur zweimal – und beide Male pariert. Die Gäste kamen nicht einmal mehr zu einer Ecke in Halbzeit zwei. Das war kein Ausrutscher, das war eine Lehrstunde in Sachen Aggressivität und Raumaufteilung.
Der Blick auf die Tabelle: Mit dem Sieg springt Torino auf Platz sieben, nur zwei Punkte hinter der Europa-League-Ränge. Lazio bleibt trotz des Abrutschens auf Rang fünf, der Vorsprung schmilzt. Die Champions-League-Träume sind plötzlich wieder offen – für jene, die sich wie Ismajli in die Notenliste spielen.
