Tony parker wirft seine traumvilla samt wasserpark auf den markt

Was kostet der Traum eines NBA-Champions? 18.000.000 Dollar. Genau so viel verlangt Tony Parker für seine texanische Megavilla, die jetzt überraschend zum Verkauf steht. Der Franzose, vier Mal Champion mit den Spurs, trennt sich von einer Anlage, die mehr Freizeitpark als Wohnhaus ist.

Die Zahl ist nicht willkürlich. 1.800 Quadratmeter Wohnfläche, ein Wasserpark mit drei Riesenrutschen, ein 18-Meter-Wasserfall, zwei Tennisplätze im Profistandard und eine vollausgestattete Basketballhalle mit Flüster-Belag. Parker ließ alles bauen, nachdem er 2014 seinen letzten Titel holte. Die Rechnung: rund 35 Millionen Dollar Investition. Jetzt, zehn Jahre später, will er die Hälfte zurück.

Warum ein basketball-gott einen wasserpark braucht

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Parker selbst hat die Anlage kaum genutzt. Teamkameraden berichteten, er sei vielleicht fünfmal dort gewesen. Die Villa diente vor allem als Statussymbol und als Geldanlage. Immobilienmakler in San Antonio sprechen von „einer der spektakulärsten Privatanlagen der USA“. Doch der Markt hat sich gedreht. Luxusimmobilien über 15 Millionen Dollar liegen in Texas mittleren Stils. Parker will Liquidität, bevor die Zinsen weiter steigen.

Die Basketballhalle ist ein Museum seiner Karriere. An den Wänden hängen Trikots von Tim Duncan, Manu Ginóbili und Gregg Popovich. Der Boden trägt das Spurs-Logo. Wer kauft, erhält optional eine Sammlung von 47 Spielbällen, darunter jener, mit dem Parker 2007 den Finaleinzug sicherte. Der Preis: zusätzliche 250.000 Dollar. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass ein signierter Jordan-Ball bei Sotheby’s jüngst für 2,1 Millionen den Besitzer wechselte.

Interessenten müssen mehr als nur das Geld mitbringen. Parker verlangt eine Geheimhaltungsklausel: Keine Touristen-Führungen, keine Social-Media-Posts vom Grundstück. Wer ein Selfie im Wasserpark macht, zahlt 100.000 Dollar Strafe. Die Klausel gilt zehn Jahre. Parkers Anwalt: „Er will keine Kardashian-Nachbahnung.“

Die nächsten Besichtigungstermine sind bereits ausgebucht. Darunter: ein Tech-Milliardär, der seine Tochter für die Basketball-Crew der Stanford University einkaufen will, und ein saudischer Prinz, der die Anlage als Sommerresidenz sieht. Parker selbst will bis 1. August verkauft haben. Dann beginnt die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Paris. Er ist Co-Organisator. Und er braucht Cash, um sich neue Spieler für sein Basket-Projekt in Lyon zu sichern.

Die Moral: Selbst ein Champion muss abschreiben. Parker zahlt für seine Traumvilla am Ende eine Lehrgebühr von fast 17 Millionen Dollar. Das ist die Differenz zwischen Bau- und Verkaufspreis. Für den Franzosen nur eine Fußnote. Für jeden anderen ein Vermögen. Die Villa bleibt ein Monument des Exzesses – und ein Warnsignal für alle, die glauben, Sportler würden mit Immobilien nie verlieren.