Toni schreit’s raus: „bosnien zwar zäh, aber jetzt reicht’s – wir müssen endlich wieder zur wm“

Luca Toni hat den Pokal 2006 in den Händen gehalten, jetzt will er die nächste Generation auf die Reise schicken. In Zenica angekommen, packt der ehemalige Mittelstürmer die italische Sehnsucht in einen Satz: „Wir haben zwei WM-Endrunden versäumt, das reicht jetzt.“

Pio und raspadori sollen den bann brechen

Pio und raspadori sollen den bann brechen

Die Zahlen sind brutal: Kein WM-Tor seit 2014, kein Turnier seit 2018. Toni schaut deshalb nicht nur auf Dzeko, sondern auf die eigene Bank. „Pio Esposito ist mein Joker, wenn wir zurückliegen“, sagt er. „Er kommt frisch vom Doppelpack gegen Inter, das zieht durch die Kabine.“ Raspadori sieht er als „Kontrollzentrum mit Dribbel-Plus“, das Gegner in numerische Überzahl zwingt. Kurz: Mancini soll rotieren, um nicht erneut zu stagnieren.

Die Bosnier haben Wales geschlagen, Toni warnt deshalb vor dem 40-jährigen Dzeko: „Er denkt in 90 Minuten nicht an morgen, er denkt an das nächste Tor.“ Die Antwort der Squadra Azzurra müsse lauten: „Wir denken an 2026.“

Gattuso habe damals vor Spielen „die Koffer gepackt, weil er so nervös war“, erinnert sich Toni. Heute als Chef müsse er die Anspannung verstecken – und genau das macht ihn laut Toni gefährlich: „Rino weiß, dass Panik ansteckend ist, deshalb spielt er den Ruhepol.“

Bei aller Taktik bleibt ein Gefühl: „Das Trikot der Nazionale anzuziehen ist magisch, es bei einer WM zu tun ist ein eigenes Universum.“ Toni spricht nicht von Pflicht, sondern von Ritual. „Teilnehmen muss wieder Normalität werden“, sagt er und schließt mit einem Satz, der in Italien morgen Titelseiten füllt: „Forza Azzurri – basta mit den Ausreden, gewinnen wir einfach.“