Tonali rettet gattuso: kein muskelriss, playoff-einsatz gegen nordirland fix
Kein Herzinfarkt für Rino Gattuso: Sandro Tonali darf am Donnerstag in Bergamo ran. Die Kernspintomographie des Newcastle-Sechsmannes zeigt nur ein Ödem – kein Faserriss, kein Muskelfaserausrisse, kein Drama. Italien kann auf seinen Regisseur gegen Nordirland setzen, der Traum von der WM 2026 bleibt am Leben.

Die 55. minute im camp nou als schrecksekunde
Dort, wo Barça die Engländer mit 7:2 demolierte, griff sich Tonali die linke Oberschenkelrückseite. Die Bilder sahen nach Monatsausfall aus, das Nationalteam befürchtete das Aus. Stattdessen: ein blauer Fleck im Muskel, nicht mehr, nicht weniger. Schmerzfreiheit bereits am Montag, Belastungstest bestanden, Flug nach Mailand gebucht.
Die Folge: Gattuso muss seine Aufstellung nicht umbauen. Tonali liefert die Balance zwischen Balleroberung und Vorwärtsimpuls, die Italien gegen tiefstehende Nordiren braucht. Gewinnt die Squadra, winkt am Sonntag das Finale in Cardiff oder Sarajewo – ein Ticket, das seit 1954 nur einmal verpasst wurde.
Newcastle wird trotzdem zittern. Der Klub könnte auf Tonali verzichten, wenn der Premier-League-Klassiker gegen Sunderland ansteht. Die Logik: Risiko null, Playoff-Prämie 15 Millionen Euro, sollte Italien qualifizieren. Für den Spieler zählt nur das Nationaltrikot. „Ich bin bereit“, sagte er am Telefon mit Gattuso, „scheiß auf den Derby-Schmäh.“
Die Azzurri haben also ihren Kopf wieder. Und der Rest? Ein Land, das sich selbst in Frage stellt, bekommt seine Antwort auf dem Rasen. Donnerstag, 20.45 Uhr, Gewiss-Stadion. Keine Ausreden mehr.
