Tiger woods: comeback unwahrscheinlich – drogenverdacht und urintest verweigert
Ein Schock für die Golfwelt: Tiger Woods, der 15-malige Major-Sieger, hat nach einem schweren Autounfall in Florida erstmals öffentlich gesprochen und eine Auszeit angekündigt. Doch die Details des Vorfalls werfen dunkle Schatten auf seine Zukunft – und lassen einen Comeback beim Masters in Augusta höchst unwahrscheinlich erscheinen.
Die details des vorfalls: handy, schmerzmittel und verwirrung
Die Polizei fand „mehrere Anzeichen von Beeinträchtigung“ vor, als sie Woods nach dem Unfall befragte. Der 50-Jährige soll gestanden haben, während der Fahrt kurz auf sein Handy geschaut und den Radiosender gewechselt zu haben, bevor er mit seinem Geländewagen in den Anhänger eines anderen Fahrzeugs krachte. Zudem gab er zu, Schmerzmittel einzunehmen – eine Aussage, die im Kontext des Drogenverdachts besonders brisant ist.
Besonders auffällig war, dass Woods bei der Vernehmung lethargisch wirkte, stark schwitzte und sich träge bewegte. Seine Augen seien gerötet und glasig gewesen, so die Beamten in ihrem Bericht. Ein Urintest wurde von dem Golfstar jedoch verweigert – ein Fakt, der die Situation weiter verkompliziert.
Ein wiederkehrendes Muster? Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Zwischenfall im Jahr 2017, bei dem Woods ebenfalls wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauch am Steuer in Florida festgenommen wurde. Damals sorgte das Polizeifoto des sichtlich gezeichneten Sportlers weltweit für Bestürzung. Die Frage, ob Woods erneut mit Suchtproblemen zu kämpfen hat, schwebt nun über seiner Karriere.

Auszeit und ungewisse zukunft
Woods hat sich nun zu einer Auszeit „auf unbestimmte Zeit“ bekannt gegeben. Er wolle sich in Behandlung begeben und sich auf seine Gesundheit konzentrieren, sowohl persönlich als auch beruflich. Ein Rücktritt wurde zwar nicht erklärt, doch angesichts seines Alters, der langen Verletzungspause und des erneuten Vorfalls scheint ein Comeback als aktiver Profi zunehmend in weite Ferne zu rücken.
Die Gerichtsverhandlung gegen Woods, der sich wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests verantworten muss, ist für den 23. April angesetzt. Ob er persönlich anwesend sein wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Der Schatten dieses Vorfalls wird lange über die Karriere des einst unangefochtenen Königs des Golfsports liegen.
