Thriller in imola: ferrari schnappt sich die pole im letzten moment!
Ein Nervenkrimi bis zur letzten Sekunde prägte die Qualifikation zum WEC-Rennen von Imola. Nachdem der Toyota #8 mit Ryo Hirakawa die Bestzeit gesetzt hatte und die Konkurrenz in Atem hielt, gelang es Antonio Giovinazzi im Ferrari #51, im allerletzten Moment die Pole-Position vor den Augen der jubelnden Tifosi zu erobern – um hauchdünne 0,011 Sekunden!
Die überraschung von toyota und die antwort der roten
Hirakawa hatte mit seinem GR010 Hybrid zunächst einen beeindruckenden Eindruck hinterlassen und schien das Team aus Japan auf dem Weg zum ersten Startplatz in dieser Saison zu haben. Doch Ferrari ließ sich nicht lumpen. Die Routiniers Giovinazzi, Calado und Pier Guidi, die mit dem amtierenden WEC-Champion an den Start gehen, schöpften aus allen Reserven und katapultierten ihren 499P in eine atemberaubende Runde. Die Entscheidung fiel erst im letzten Anlauf, als Giovinazzi die Zeit von Hirakawa um eine Zehntelsekunde unterbietete.
Die enge Entscheidung verdeutlicht die Leistungsdichte im Hypercar-Feld. Die ersten vier Fahrzeuge – Ferrari #51, Toyota #8, Ferrari #50 und der Peugeot #94 – waren innerhalb einer Sekunde klassiert. Ein Beweis für die unglaubliche Entwicklung und das hohe Niveau im Weltcup des Ausdauerrennens.
Pier Guidi, der sich mit seinem Teamkollegen einen Moment des Schreckens durchlebt hatte, erklärte nach dem Qualifying: „Ich weiß gar nicht, wie wir das mit den überhitzten Reifen geschafft haben, aber es war verrückt, die Fans zu sehen, als Giovi die Pole sicherstellte.“ Die Spannung im Ferrari-Lager war greifbar, während Toyota sich mit der knappen Niederlage abfinden musste.

Die hinterbänkler und der blick nach vorne
Auch das Team von Fuoco, Molina und Nielsen im Ferrari #50 verpasste die Pole-Position nur knapp und wird morgen als ernstzunehmender Kandidat für den Sieg ins Rennen gehen. Der Peugeot #94 mit Jakobsen belegte den vierten Platz, während der Cadillac mit Stevens und Nato als einziges US-amerikanisches Team das Hyperpole-Segment erreichte und sich den fünften Startplatz sicherte. De Vries brachte den zweiten Toyota auf den sechsten Platz, gefolgt vom Alpine mit Milesi.
Die spanischen Hoffnungen auf einen Platz unter den Top 6 wurden enttäuscht: Juncadella und Riberas verpassten die Hyperpole und starten morgen von den Positionen 16 und 17. Das Rennen verspricht morgen ab 13:00 Uhr ein packendes Duell zu werden, das live auf Eurosport zu verfolgen sein wird. Andrea Kimi Antonelli wird das Rennen offiziell eröffnen.
Die Frage, die nun im Raum steht: Kann Ferrari im Rennen die Pole-Position in einen Sieg umwandeln, oder wird Toyota den Rückschlag schnell vergessen und seine beeindruckende Geschwindigkeit von der Qualifikation in einen Triumph verwandeln? Das Rennen wird zeigen.
