Taubitz holt fünften weltcup-titel – nur vier punkte vorsprung
Vier Punkte. Mehr Abstand war am Ende nicht zwischen Julia Taubitz und der Kristallkugel – und dem Abgrund. Beim Weltcupfinale in Altenberg am 8. März 2026zitterte sich die Sächsin zum fünften Gesamtweltcupsieg in Serie, während ihre Landsfrau Merle Fräbel den Tagessieg einstrich und trotzdem als Zweite der Gesamtwertung vom Eis ging. Ein Saisonfinale, das bis zur letzten Hundertstelsekunde offenblieb.
Fräbel gewinnt das rennen, taubitz gewinnt die saison
Das Duell war gnadenlos knapp. Fräbel dominierte den Wettkampftag in Altenberg und ließ keine Zweifel an ihrer Tagesform. Doch Taubitz brauchte keinen Sieg – sie brauchte nur Platz zwei. Den holte sie sich, und damit war das Rechenspiel beendet. Den Ausschlag gaben am Ende 0,006 Sekunden, mit denen die nach dem ersten Durchgang führende Lettin Kendja Aparjode hinter Taubitz auf Rang drei abrutschte. Solche Marginalien entscheiden im Rennrodeln über alles.
Für Taubitz ist dieser fünfte Gesamttitel mehr als eine Statistik. Die Saison 2025/26 war ohnehin bereits golden: doppeltes Olympia-Gold hatte sie im Gepäck, bevor der Weltcup-Tross nach Altenberg rollte. Jetzt kommt die Kristallkugel dazu. Eine Saison, die in die Geschichtsbücher des deutschen Wintersports gehört.

Loch bricht seinen eigenen bahnrekord – langenhan fehlt
Bei den Männern schrieb Felix Loch seine eigene Geschichte. Der bereits vor dem Finale als Gesamtweltcupsieger feststehende Bayer setzte in Altenberg noch einmal ein Statement: Er verbesserte seinen eigenen Bahnrekord um 73 Tausendstel und knackte erstmals die 53-Sekunden-Marke auf dieser Bahn – 52,998 Sekunden. Das ist kein Showeffekt, das ist Präzisionsarbeit auf höchstem Niveau.
Ganz anders die Lage bei Max Langenhan. Der Doppel-Olympiasieger verzichtete wegen Nackenschmerzen auf einen Start. Am Rande des Finals ließ er gegenüber dem ZDF einen Satz fallen, der nachdenklich stimmt: „Am Ende geht irgendwann die Gesundheit mal vor. Und die habe ich in den letzten Jahren ganz oft ganz weit hinten angestellt.
