Tad kippt strafe: uc3m leganés darf nach sturm-ingrid-panne doch aufsteigen

Der Traum vom Aufstieg lebt – und das ausgerechnet dank einer Juristenrunde. Das spanische Sportverwaltungsgericht TAD hat die Partie, die der UC3M Leganés am 24. Januar 2026 in Ourense wegen Sturzregen und Straßensperren nicht anreiste, für null und nichtig erklärt. Der 0:3-Sieger und Minuspunkt in der Tabelle weg, Platz zwei in der Superliga 2 zurück. Die Folge: Leganés rückt in die Endrunde, wo ein Ticket für die Liga Iberdrola wartet.

Der lange weg durch drei instanzen

Als die Borrasca Ingrid Galicien wütete, saßen die Spielerinnen in Madrid fest. Die A-52 war unter Wasser, die Rettungskräfte rieten zur Absage. Doch der Gegner reklamierte die Punkte – und bekam sie. Erst das Disziplinar-Komitee, dann das Berufungs-Komitee der RFEVB hielten die Nicht-Anreise für „rechtskonform“. Ein Punkt Abzug, Platz drei, Saison vorbei. Antonio Vos, Präsident des Clubs, sprach von einem „Sinnlos-Beschluss“. Das Team zog vor das TAD – und gewann.

Das Urteil ist unmissverständlich: Sicherheit geht vor Spielplan. Wer Spielerinnen auf verschlossene Autobahnen schickt, verstößt gegen „elementare Schutzpflichten“. Die Richter sprechen von einem „präzedenzsetzenden Präzedenzfall“ – erstmals kippt in Spanien ein Gericht eine automatische Niederlage wegen höherer Gewalt.

Jetzt rollt der ball wieder – und die konkurrenz zittert

Jetzt rollt der ball wieder – und die konkurrenz zittert

Die Tabellen-Führung hat Leganés zwar nicht zurück, aber die Endrunden-Tür steht offen. Das Restprogramm: ein Nachholspiel in Ourense, Termin offen, und dann Final-Four-Turnier. „Die Arbeit eines ganzen Jahres war auf dem Spiel“, sagt Vos. „Jetzt wollen wir den Abstieg der Liga Iberdrola in die zweite Division umgekehrt erleben.“

Die Konkurrenten aus Torrejón rechnen bereits: Ein Punkt Vorsprung, aber ein Spiel mehr. Und die Moral? Die Pepineras haben den Rückenwind des Gerichts – und das Selbstbewusstsein, dass ihnen das Recht gibt, aufzusteigen.