Salah-rückkehr nach rom? gehaltsschere und emotionen kollidieren

Mohamed Salah verlässt den FC Liverpool, und schon kocht die Gerüchteküche: Rom will den Pharao zurück. 34 Tore in 83 Spielen hat er einst für die Giallorossi erzielt, von 2015 bis 2017. Die Erinnerung ist noch frisch, doch die Zahlen sind hart.

Warum rom plötzlich wieder spricht

Die Stimmung in der Kurve schwankt zwischen Ekstase und Kopfschütteln. Salah verdient aktuell über 20 Millionen Euro brutto pro Saison. Die Roma plant für ihre Top-Verdiener eine Gehaltsobergrenze bei vier Millionen netto. Eine Lücke, die eigentlich eine Schlucht ist. Doch der Spieler kommt ablösefrei, das zieht. Und die Friedkins suchen nach dem Ausverkauf von Dybala ein neues Gesicht für die rechte Außenbahn.

Al-Ittihad und Al-Qadsiah winken mit ähnlichen Zahlen wie Liverpool, plus Option auf Lebensversicherung inklusive Golfplatz. Saudi-Arabien aber rückt in Kriegsreichweite; Salahs Familie blickt nervös auf die Karten im Nahen Osten. Die MLS lockt mit Sonne und Sponsoren, San Diego FC legt ein Konzept vor: Image-Kampagnen, arabische Community, Flugstunden nach Kairo reduziert. Trotzdem: ein Kontinent zwischen ihm und zu Hause.

Gasperinis system wäre salahs spiellatte

Gasperinis system wäre salahs spiellatte

Gian Piero Gasperini liebt Flügel, die ins Zentrum dribbeln und sofort schießen. Salah erfand diese Rolle neu in Rom, bevor er in der Premier League Weltstar wurde. Malen steht links, Soulé kann rechts wie links wirbeln – mit Salah wäre die Drehung komplett. Die Frage lautet nicht, ob er passen würde, sondern: wie lange? Ein Jahr Leihe? Ein Abschied vor dem endgültigen Ruhestand? Die Roma-Verantwortlichen schweigen, aber im Quartier der Fans kursiert schon ein Spitzname: „Mo-ment“ – weil ein einziger Moment von ihm ein ganzes Stadion zum Beben bringt.

Die Verhandlungen laufen über Berater, nicht über Fax. Kein Papier unterschrieben, keine Handschrift auf einem Medical. Dennoch: Wer in Trastevere abends über die Kopfsteinpflaster geht, hört es raunen. „Wenn er wirklich will, findet er einen Weg“, sagt ein Barista und serviert einen Espresso mit extra Zucker – so süß wie die Erinnerung an die Tore gegen Chelsea und Juve. Die Wahrscheinlichkeit bleibt gering, der Traum ist groß. Und im Sommer zählt in Rom zuerst der Traum.