Swiss devils entfachen new-york-krieg: hischier und meier schreiben nhl-geschichte
Die Prudential Center kochte. 16.000 Stimmen brüllten, als Nico Hischier die Scheibe in den Winkel zirkelte – Powerplay, 1:1, und die Devils hatten den Rangers gerade den Schneid abgekauft. Was danach folgte, war kein gewöhnlicher Division-Clash, sondern eine Kampfansage zweier Schweizer, die die NHL in ihren Bann ziehen.
Hischiers tor war erst der anfang
18 Sekunden vor Drittelende lag die Scheibe bei Timo Meier, der mit einem Handgelenkschlenzer das Game-Winning-Goal zum 4:2 versenkte. Zwei Schweizer Tore, ein Assist – die Swiss Devils schufen aus einer Rivalität ein Schweizer Kunstwerk. Dabei brauchten beade gerade mal neun Sekunden, um die Rangers-Defensive in helle Aufregung zu versetzen.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Hischier läuft auf 24 Saisontore zu, Meier auf 19. Beide haben ihre Punkteausbeute gegen die Blueshirts in dieser Saison auf 13 erhöht – ein Wert, den seit der Lockout-Ära nur noch Patrik Elias und Zach Parise erreichten. Die Devils sind damit nicht nur Tabellenführer der Metropolitan Division, sondern auch Inbegriff einer neuen, schweizerischen Dominanz.
Doch die Nacht hatte noch mehr Helden. Lian Bichsel durfte mit den Dallas Stars jubeln, nachdem sie Colorado in der Penalty-Abwehr niederrangen. 14:18 Minuten Eiszeit für den Zürcher Verteidiger – ein Karrierehoch in dieser Saison. Währenddessen musste Pius Suter mit St. Louis die zweite Niederlage in Folge hinnehmen, die Blues rutschen auf den letzten Playoff-Platz ab.

Crosby kehrt zurück – und trifft sofort
In Pittsburgh sorgte Sidney Crosby für die andere große Geschichte der Nacht. Nach 41 Tagen Verletzungspause schraubte der Kanadier mit einem Tor und einem Assist die Penguins zurück ins Spiel – auch wenn Carolina letztlich mit 6:5 nach Overtime gewann. Die Fans im PPG Paints Arena feierten jeden seiner Schritt, als wäre es das Finale.
Die NHL schreibt weiter. Die Devils liegen mit 92 Punkten vor den Rangers (87) – ein Vorsprung, der vor zwei Wochen noch utopisch erschien. Die Swiss Devils haben die Liga im Würgegriff. Und Hischier? Der Captain lächelt nur. „Wir wollen mehr“, sagte er nach dem Spiel. „Dieser Sieg war schön, aber er ist nur ein Schritt.“
