Stützle trifft, senators stolpern – playoff-traum rückt in gefahr

Tim Stützle schraubt seine Traum-Saison weiter nach oben, doch diesmal half selbst sein 31. Saisontor nichts. Die Ottawa Senators kassierten beim 1:4 in Washington einen Dämpfer im Playoff-Rennen – und liegen nun nur noch einen Punkt vor ihrem Angreifer.

Stützle trifft, aber zu spät

Knapp 180 Sekunden vor dem Ende schlenzte der 24-Jährige den Puck ins Netz, doch die Capitals hatten da längst die Weichen auf Sieg gestellt. Stützles Tor war nur noch Ergebniskosmetik – und für Ottawa ein Weckruf. Nach fünf Siegen aus den letzten sechs Partien platzte die kleine Serie bei genau dem Gegner, der die Senators in der Wild-Card-Tabelle bedrängt.

Die Zahlen sind hart: 77 Punkte stehen für Ottawa zu Buche, Washington lauert mit 76. Die Capitals haben ein Spiel weniger absolviert. Das Restprogramm der Senators? Drei Gegner aus den Top-8 des Ostens. Es wird eng.

Ovetschkin lässt die uhr ticken

Ovetschkin lässt die uhr ticken

Alexander Owetschkin, 40 Jahre alt und immer noch ein Torjäger, eröffnete den Torreigen. Sein 31. Saisontreffer war zugleich die 825. NHL-Karriere-Kanone – und die, die Ottawa in Bedrängnis brachte. Danach lief nichts mehr zusammen. Die Defensive brannte drei Gegentore nacheinander, Stützle stand oft allein vor dem gegnerischen Tor und fand keine Mitspieler.

Die Serie von 14 Partien mit mindestens einem Punkt ist gerissen. Für Stützle persönlich war es nach zwei torlosen Spielen ein kleiner Seelenbalsam – doch der Nationalspieler wird sich mit diesem Trost kaum zufriedengeben. Die Senators müssen nun gegen die Florida Panthers und die Boston Bruins ran. Verlieren sie beide Spiele, könnten sie auf Platz neun rutschen. Die Saison ist noch nicht verloren, aber die Luft wird dünn.

Ottawa hatte die Chance, sich vorzeitig Luft zu verschaffen. Stattdessen wacht die Mannschaft am Freitag auf Platz sieben auf – und mit dem Wissen, dass jedes weitere Ausrutscher den Playoff-Traum in die Ferne rückt. Stützle wird weiter treffen, das zeigt seine Ausbeute von 71 Punkten. Ob das reicht, liegt nun an der Defensive – und an der Frage, ob die Senators ihre Killer-Instinkt wiederfinden.