Superclásico abgebrochen: chaos und eskalation in asunción!
Asunción erschütterte am Sonntag von brutalen Ausschreitungen während des Superclásicos zwischen Olimpia und Cerro Porteño. Mindestens 56 Personen wurden verletzt, darunter elf Polizisten, und 63 Fans stehen im Polizeihinterhalt. Das Spiel musste beim Stand von 0:0 frühzeitig abgebrochen werden, was die ohnehin angespannte Atmosphäre noch weiter verschärfte.
Verletzte und festnahmen: die bilanz der gewalt
Laut Polizeiangaben, die von einem Sprecher in einer Pressekonferenz bestätigt wurden, erlebten die Sicherheitskräfte einen äußerst schwierigen Einsatz. Elf Polizisten erlitten „Verletzungen unterschiedlicher Art“ im Zuge der Auseinandersetzungen, die sich hauptsächlich in den Tribünen des Defensores del Chaco Stadions ereigneten, die den Anhängern von Cerro Porteño zugewiesen waren. Zwei Beamte befinden sich weiterhin im Hospital Central Policial Rigoberto Caballero in Behandlung, sind aber nicht in Lebensgefahr.
Die medizinische Versorgung der Fans übernahm das Hospital de Barrio Obrero, wo 45 Verletzte behandelt wurden. Viele litten unter leichten Verletzungen wie Prellungen, Schnitte oder Schürfwunden, doch auch Ballungsverletzungen durch Gummigeschosse wurden festgestellt. Die Zahl der Verletzten zeigt das Ausmaß der Eskalation deutlich – ein trauriger Spiegelbild der Rivalität zwischen den beiden Klubs.
Die Polizei ging hart gegen die Verantwortlichen vor. Sechs Personen wurden im Rahmen der Ermittlungen zu den gewalttätigen Ausschreitungen festgenommen, weitere sieben wurden wegen Ruhestörung, illegalen Waffenbesitzes oder Drogenbeschaffung in Gewahrsam genommen. 18 Fans wurden aufgrund von Alkoholvergiftungen festgenommen, und 32 Betreuer von Fahrzeugen kamen ebenfalls in Polizeianhaltung hinzu.
Ein besonders bedenkliches Detail: Die Polizei musste mindestens 60 Kinder und zwei schwangere Frauen aus dem Stadion evakuieren, um sie vor den gefährlichen Zuständen zu schützen. Die Tatsache, dass so viele unschuldige Menschen in Mitleidenschaft gezogen wurden, wirft ein dunkles Licht auf die organisierte Fanszene und die Sicherheitsmaßnahmen.

Die partie: unterbrochen, bevor sie richtig begann
Das Spiel zwischen Olimpia, das unter der Leitung von Trainer Pablo Sánchez stand und mit 39 Punkten die Tabelle anführt, und dem Zweitplatzierten Cerro Porteño, der sechs Punkte Rückstand hat, musste in der 30. Minute unterbrochen werden. Die Führung von Olimpia im Apertura wird durch diesen Abbruch nicht direkt gefährdet, doch der Imageschaden für den paraguayischen Fußball ist immens. Die Frage, wie es zu dieser eskalierenden Situation kommen konnte, und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, bleibt offen.
Die Ereignisse in Asunción sind ein deutlicher Weckruf für die Verantwortlichen des paraguayischen Fußballverbands und die Sicherheitsbehörden. Es bedarf einer grundlegenden Überprüfung der Sicherheitskonzepte und einer stärkeren Sensibilisierung der Fans für die Konsequenzen ihrer Handlungen. Denn solange Gewalt und Aggression in den Stadien herrschen, wird der Sport nicht die positive Kraft sein können, die er sein sollte.
