Striedinger schießt scharf gegen den ösv: "respektlos"
Der erfahrene Speedfahrer Otmar Striedinger hat nach einer verkorksten Saison verbal Klartext gegen den Österreichischen Skiverband (ÖSV) gesagt. Der 35-Jährige fühlt sich schlecht informiert und im Stich gelassen, was er in einem Interview mit der Kronen Zeitung deutlich machte. Die Situation erinnert an die von Vincent Hintermann – ein Signal für den Verband?
Kommunikationsdefizite und fehlende gespräche
Striedinger, der auf eine lange und erfolgreiche Karriere im Skisport zurückblicken kann, beklagt vor allem die mangelnde Kommunikation seitens des ÖSV. Trotz seiner Erfahrung und seines Engagements habe es seit März keinen Austausch mit der sportlichen Leitung gegeben. Die fehlenden Rückmeldungen und die Tatsache, dass es keine konkreten Gespräche über seine Rolle oder einen möglichen Ausschluss aus dem Kader gab, empfindet er als respektlos und als Zeichen mangelnder Professionalität. Ein offenes Wort, das im österreichischen Skisport selten gehört wird.
„Es ist einfach nur traurig, wie man mit einem Athleten umgeht, der sein Leben dem Sport verschrieben hat“, so Striedinger gegenüber der Kronen Zeitung. Die lange Zeit, in der er im Unklaren gelassen wurde, habe ihn frustriert und enttäuscht. Es ist ein deutlicher Seitenhieb in eine Verbandsführung, die offenbar Schwierigkeiten hat, mit erfahrenen Athleten transparent zu kommunizieren.

Auch max franz könnte betroffen sein
Die Situation Striedingers wirft auch Fragen über die Zukunft von Teamkollege Max Franz auf. Auch er könnte von möglichen Kaderentscheidungen betroffen sein. Der ÖSV steht somit vor der Herausforderung, eine faire und transparente Entscheidung zu treffen, die sowohl die sportlichen Leistungen als auch die langjährige Erfahrung der Athleten berücksichtigt. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie der Verband auf diese Kritik reagiert und welche Konsequenzen daraus gezogen werden.
Sportlich war die vergangene Saison für Striedinger eine Enttäuschung. Ohne Punkte im Weltcup ist der erfahrene Speedfahrer weit hinter seinen eigenen Ansprüchen geblieben. Doch Striedingers Kritik richtet sich weniger gegen seine eigene Leistung, sondern vielmehr gegen die Art und Weise, wie der ÖSV mit ihm umgegangen ist. Die Zahl der verpassten Chancen ist größer als die der Erfolge.
