Stuttgart-freiburg: pokal-halbfinale krempelt den donnerstag um

Der Donnerstag bekommt ein neues Gesicht. Am 23. April 2026 schlägt der VfB Stuttgart im Halbfinale des DFB-Pokals den SC Freiburg – und die ARD rückt den Abend um 20.15 Uhr live ins Erste. Kein Freitag, kein Samstag, kein Sonntag. Die Europapokal-Terminkalender der beiden Klubs zwangen den DFB, das Traditionsduell auf den ungeliebten Wochentag zu verlegen. Für Fans ein Segen: Wer arbeitet, kann trotzdem einschalten, denn das Finale in Berlin ist erst einen Monat später.

Bayern muss zuerst ran – und das beim letzten rauswurf

Ein Tag vorher, am 22. April, gastiert der Rekordpokalsieger FC Bayern bei Bayer Leverkusen. Das ZDF überträgt ab 20.45 Uhr, Anstoß in der BayArena ist um 20.45 Uhr. Die letzte Begegnung der beiden Klubs im Pokal endete im Dezember 2024 mit einem 1:0 für Leverkusen – und dem vorzeitigen Aus der Münchner. Seit dem Finalsieg 2020 wartet Bayern auf den nächsten Titel. Die Werkself hingegen will nach dem Triumph 2024 erneut das Finale erreichen.

Die Zahlen sprechen klar: Wer das Halbfinale erreicht, kassiert 6.568.465 Euro. Der Pokalsieger erhält zusätzlich 4,32 Millionen Euro, der Final-Verlierer immerhin noch 2,88 Millionen. Für Stuttgart, Freiburg und Leverkusen wäre der Gewinn mehr als Prestige – er sichert Startrecht für die Europa-League-Gruppenphase, falls die Qualifikation über die Liga nicht klappt.

Stuttgart verteidigt den pokal – und die favoritenrolle

Stuttgart verteidigt den pokal – und die favoritenrolle

Der VfB Stuttgart ist Titelverteidiger. Im Mai 2025 besiegte er Arminia Bielefeld mit 4:2 und beendete eine 17-jährige Trophäen-Dürre. Trainer Sebastian Hoeneß kann auf Deniz Undav bauen, der in der laufenden Saison bereits 27 Pflichtspieltore erzielt hat. Gegen Freiburg trifft er auf einen alten Bekannten: Christian Streichs Elf spielt druckvoll, aber mit der tiefsten Defensive der Bundesliga. Die Bilanz der letzten fünf Duelle: zwei Siege Stuttgart, zwei Remis, ein Freiburger Erfolg. Das letzte Aufeinandertreffen endete 1:1 – mit einem Freistoßtor von Vincenzo Grifo in der 88. Minute.

Sky zeigt beide Halbfinale parallel zur terrestrischen Übertragung. Die Entscheidung fällt am 23. Mai im Berliner Olympiastadion. Dann steht der Pokal wieder am Spielfeldrand – und diesmal nicht nur mit einer Kamera davor, sondern mit 74.000 Zuschauern im Rücken.