Sturm scheitert: bruins ausgeschieden, draisaitl-traum platzt!
Schock in der NHL: Marco Sturm, der erfahrene Ex-Bundestrainer, muss sich mit seinen Boston Bruins bereits in der ersten Playoff-Runde geschlagen geben. Ein bitteres Ende für den 47-Jährigen in seiner ersten NHL-Saison, während auch Nationalspieler JJ Peterka und sein Team, die Utah Mammoth, die Segel streichen mussten. Die deutschen Hoffnungen auf einen großen Erfolg in der nordamerikanischen Liga sind damit deutlich geschrumpft.
Die sabres setzen den bruins die segel
Die Bruins unter Sturm unterlagen den Buffalo Sabres in einer dramatischen Serie mit 2:4 Spielen. Das entscheidende Spiel sechs ging mit 1:4 verloren (0:2, 1:0, 0:2). Sturm selbst wirkte nach der Partie enttäuscht, betonte aber: „Wir sind nie richtig in unseren Rhythmus gekommen. Buffalo hat solide gespielt.“ Er wies jegliche Schuld von seinem Team ab: „Es lag nicht am Einsatz, es lag nicht an der Einstellung. Diese Jungs geben alles, das kann ich sagen.“ Die Saison war trotz des frühen Ausscheidens bemerkenswert, geprägt von Charakter und Teamgeist – leider reichte es am Ende nicht.

Peterka ohne durchschlagskraft, wm in sicht
Auch für JJ Peterka und die Utah Mammoth gab es keinen Grund zur Freude. Die Vegas Golden Knights setzten sich mit einem klaren 5:1 (1:0, 1:0, 3:1) Sieg in Spiel sechs durch und entschieden die Serie mit 4:2. Peterka blieb in den Playoffs torlos und assistlos. Ob der 24-Jährige nun im Kader von Bundestrainer Harold Kreis für die Weltmeisterschaft vom 15. bis 31. Mai in der Schweiz dabei sein wird, bleibt abzuwarten. Die WM bietet ihm jedoch eine Chance, sich zu beweisen und seine Leistungen zu zeigen.

Sturm als letzte hoffnung für deutschland
Nach dem vorzeitigen Aus von Sturm, Draisaitl, Samanski und Stützle ist Nico Sturm mit den Minnesota Wild der letzte verbliebene deutsche Hoffnungsträger in den Playoffs. Das Team steht im Viertelfinale und trifft auf die hochfavorisierten Colorado Avalanche. Bemerkenswert: Sieben deutsche Spieler hatten sich überhaupt erst für die Playoffs qualifiziert – eine Rekordzahl. Das frühe Aus für so viele deutsche Talente ist ein herber Schlag für den deutschen Eishockey-Sport.

Ein blick zurück auf eine enttäuschende playoff-phase
Die diesjährige Playoff-Phase der NHL war für deutsche Spieler alles andere als erfolgreich. Neben den bereits genannten Namen müssen auch Leon Draisaitl und Joshua Samanski (Edmonton) sowie Tim Stützle (Ottawa) ihre Hoffnungen auf den Stanley Cup begraben. Die NHL-Saison endet für viele deutsche Eishockey-Fans somit mit einem bitteren Nachgeschmack. Die Frage, die sich nun stellt: Wie kann der deutsche Eishockey-Nachwuchs in Zukunft besser an die Anforderungen der NHL herangeführt werden, um ähnliche Enttäuschungen in der Zukunft zu vermeiden?
