Stroll's gt-debüt: von höhenflug zum desaster in ricard
Lance Stroll, der F1-Pilot von Aston Martin, erlitt in Paul Ricard eine bittere Abrechnung mit der Realität im GT-Bereich. Sein selbstbewusster Vorab-Ausblick auf einen möglichen Sieg zerbröselte in einem chaotischen Rennen, das für ihn und sein Team zu einem Lehrstück wurde.
Ein holpriger start und ständige strafen
Stroll hatte sich ins Comtoyou Racing-Team eingeschaltet, um während der F1-Pause seine Rennfitness zu erhalten – ein Plan, der sich in der Praxis als deutlich komplizierter herausstellte als erwartet. Bereits die Qualifikation deutete auf Probleme hin, als das Team mit der Startposition 15 zufrieden sein musste. Der Rennbeginn brachte dann die nächste Hürde: Mari Boya wurde für einen Kontakt verantwortlich erklärt und musste eine „Stop-and-go“-Strafe antreten. Roberto Merhi übernahm daraufhin das Steuer, verlor aber weiter Plätze, unter anderem aufgrund weiterer Strafen.
Die Strafsumme summierte sich für Strolls Einsatz zu über sieben Minuten – ein immens hoher Wert, der das Ergebnis maßgeblich beeinflusste. Er erreichte schließlich als 48. von 49 Klassifizierten die Ziellinie. Ein Ergebnis, das weit hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb und die anfängliche Euphorie schnell verfliegen ließ.

Glück für die teamkollegen, frust für stroll
Während Strolls Einsatz in die Katastrophe mündete, konnten seine Teamkollegen im Schwesterauto (Nummer 7) einen überwältigenden Sieg feiern. Drudi, Sorensen und Thiim setzten sich erst in der finalen Phase gegen das Mercedes-Team von Winward knapp mit nur acht Zehntelsekunden Vorsprung durch. Die Diskrepanz zwischen den beiden Fahrzeugen innerhalb des gleichen Teams wirft interessante Fragen auf.
Max Verstappen, der als Zuschauer anwesend war, zeigte sich sichtlich interessiert an den Geschehnissen. Er verfolgte das Rennen seines von Red Bull gesponserten Mercedes-Teams, das letztendlich als Zehntes ins Ziel kam. Ein weiterer Beweis dafür, dass der GT-Sport auch für die Formel 1-Elite eine interessante Alternative darstellt.
Die hohen Strafen, insbesondere die für das Nichtbeachten von gelben Flaggen und das Überschreiten der Streckenbegrenzungen, waren der entscheidende Faktor für Strolls enttäuschenden Auftritt. Ein deutliches Zeichen, dass auch erfahrene Rennfahrer im GT-Sport mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden und dass Disziplin und Präzision über die reine Fahrkunst entscheiden können.
