Strelow schrammt am podest vorbei – laegreids heimspiel-triumph in oslo
Justus Strelow jagte bis zum letzten Atemzug, doch das Podest blieb eine Fata Morgana. Mit nur einem Schießfehler fuhr der Sachse im Oslo-Verfolger auf Rang neun – 2:30 Minuten hinter dem unerreichbaren Sturla Holm Laegreid, der vor heimischem Publikum zum fünften Mal in Serie gewann.
Laegreids show, strelows trostpflaster
Der Norweger setzte sich im Zielsprint gegen Eric Perrot durch – beide liefen fehlerfrei. Emilien Jacquelin musste zwei Strafrunden absitzen, rettete mit wildem Schuss noch Bronze. Für Strelow war Neunter trotzdem ein versöhnliches Saisonfinale: „Ein gutes Ergebnis mit nach Hause zu nehmen, das tut mir persönlich gut“, sagte er im ZDF-Interview. Der 25-Jährige hatte sich nach zwei krankheitsgeplagten Jahren wieder in die Weltspitze zurückgekämpft.
Die Rest-Truppe kam nicht ins Trittmaß. Philipp Nawrath feuerte vier Mal daneben, landete als 15. Philipp Horn patzte fünfmal und rangierte nur 31. Auch Lucas Fratzscher (46.) und Elias Seidl (54.) schlichen demütig durchs Ziel. Die deutsche Bilanz: kein Podest, aber ein Strelow, der zumindest die Abwärtsspirale stoppte.

Massenstart verspricht letzte chance
Am Sonntag um 13.45 Uhr steht in Oslo der letzte Start dieser langen Olympia-Saison an. Dann geht’s in der Männer-Massenstaffel um Prestige, Punkte und die letzten Dollar Prämie. Für Strelow ist klar: „Wenn ich wieder so laufe, kann ich vorn mithalten.“ Ob er dabei ist, entscheidet das deutsche Team noch heute Abend. Die Chancen stehen gut – und vielleicht klappt ja doch noch das verspätete Podest.
