Stefanie grob schiesst wieder aufs podest – schweizer speed-duo dominiert europacup-schluss
Sie kam, sah und knallte sich erneut nach vorn. Stefanie Grob feierte am Samstag in Saalbach ihren zweiten Podestplatz innerhalb von 24 Stunden – und bewies, dass ihre Abfahrts-Crunch-Zeit kein Zufall war.

Super-g-silber hinter fest – grobs vierte trophäe dieser saison
Die 21-jährige Ostschweizerin musste sich im Super-G nur Nadine Fest geschlagen geben, blieb aber mit 0,98 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz. Dahinter sicherte sich Fabiana Dorigo Bronze für Deutschland. Für Grob war es bereits der vierte Podestplatz im Europacup-Winter – ein Wert, der sie in der ewigen Rangliste der Schweizer Speed-Nachwuchs-Kandidatinnen nach vorne schiebt.
Doch der Tag gehörte nicht nur Grob. Auch ihre Teamkolleginnen lieferten ein Kollektiv-Statement ab. Daria Zurlinden fuhr auf Rang fünf, Jasmin Mathis wurde Neunte und Alina Willi komplettierte als Zehnte das Schweizer Quintett in den Top-Ten. Trainer Harald Steiner atmete tief durch: „So lautet die Antwort auf alle, die gefragt haben, ob wir den Anschluss verloren haben.“
Die Leistung wirkt wie ein Seitenhieb auf die Konkurrenz aus Österreich und Italien, die in dieser Saison stets lauter vom neuen Speed-Feminismus schwadronierten. Nun steht Saalbach plötzlich für eine kleine Schweizer Revolution – und Grob ist ihr Aushängeschild.
Mit nur noch zwei Rennen bis zur Finalwertung liegt die St. Gallerin auf Platz drei der Gesamtwertung. Die Devise für die letzten Rennen in Poiana Brașov ist klar: No Risk, No Podest. Denn wer zweimal gewinnt, kann auch die Kristall-Sieger-Krone noch entreissen.
Das nächste Speed-Wochenende steigt vom 18. bis 20. März. Bis dahin will Grob ihre Schwächephase in den steilen Einfahrten eliminiert haben – und ihre Gegnerinnen wissen es: Wenn Grob erst einmal oben ist, fällt sie selten wieder herunter.
