St. pauli zerlegt sich selbst: 14:4-fußfeuerwerk und gladbach wirft tekkz raus

Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt – Wer dachte, der DFB-ePokal liefere nur anonyme Klickerei, wurde gestern eines Besseren belehrt. Im kuriosesten Viertelfinale der Geschichte schickte der FC St. Pauli sein eigenes Nachwuchs-Team ins Kreuzverhör – und schoss sich mit 14:4 selbst ab. Dabei begann das Duell gegen die eAcademy holprig: Kamal Kamboj lag nach 17 Minuten sogar 1:2 zurück, ehe er in der Schlussphase noch auf 4:2 erhöhte. Die wahre Demontage folgte im Rückspiel: Berkay Demirci, genannt „BerkayLion“, fegte Hugo Rosehr mit 10:2 vom Bildschirm. 180 Sekunden Dauerbeschuss, 14 Tore insgesamt – das ist keine Statistik, das ist ein Statement.

Tekkz verliert die nerven – und die pütz-klasse von gladbach

Donovan Hunt, besser bekannt als Tekkz, schaffte es noch nicht einmal ins Viertelfinale-Rückspiel. Der Engländer, WM-Viertelfinalist und ehemaliges Poster-Boy der FIFA-Szene, kassierte gegen Lukas „Jisten“ Wolff vom Borussia-Mönchengladbach-Kader eine 1:4-Klatsche. Guilherme Barros musste im Anschluss die Restarbeit erledigen, kam aber nur zu drei späten Ausgleichen – 3:3 im zweiten Spiel, 4:7 im Gesamtscore. Die Fohlen schicken einen WM-Halbfinalisten und einen WM-Viertelfinalisten nach Hause, während sie selbst nur mit jugendlicher Coolness antraten. Die Moral: Rekorde zählen im Knockout-Modus nicht, sondern nur der aktuelle Controller-Input.

Leipzig atmet durch zwei Gesichter: Umut Gültekin schlitterte gegen MBCeSports-Silvio Krause mit viel Mühe zum 4:3, während Levy Finn Rieck erst drei Aluminium-Schüsse versenkte, bevor er Can Tuna mit 3:0 abfertigte. 7:3-Gesamtsieg, aber kein Jubel: Gültekin quittierte seine Leistung mit einem Kopfschütteln, das man durch den Stream hindurch spüren konnte. „So dürfen wir im Halbfinale nicht auftreten“, sagte er nur. Bayer Leverkusen wartet bereits – und die Wiederauflage des Klub-Meisterschafts-Finals 2025 verspricht Zündstoff.

Fokus fliegt raus – titelverteidigung endet mit cousin-landwehr-doppelpack

Fokus fliegt raus – titelverteidigung endet mit cousin-landwehr-doppelpack

Zuletzt die Sensation: Titelverteidiger FOKUS muss nach Hause. Eldin Todorovac startete mit 2:0 gegen Marc Landwehr, kassierte aber vor und nach der Pause vier Gegentreffer. Die 2:6-Hypothek war Programm für Pawel „Beast“ Wrona, der gegen Seans Cousin noch auf 2:0 verkürzte, aber nie die nötige Lücke fand. Endstand 6:4 für Leverkusen – die Landwehr-Doppelstrategie funktionierte. FOKUS darf den Pokal morgen nicht einmal mehr anfassen.

Halbfinale heute ab 15 Uhr live auf Twitch: St. Pauli trifft auf Gladbach, Leipzig fordert Leverkusen. Wer jetzt noch glaubt, dass virtuelle Bälle keine Emotionen erzeugen, hat gestreamte Beweise verpasst. Der ePokal bleibt real – zumindest für die Daumen, die jetzt noch zittern.