Nürnberg fliegt raus: bremerhaven zerstört playoff-traum in letzter sekunde
Die Nürnberg Ice Tigers sind raus. Nach 60 Minuten Eishockey, die sich anfühlten wie 60 Stunden, bleibt nur ein leeres Netz und ein noch leereres Gefühl. Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven schlagen die Franken mit 3:2 – und das im zweiten Playoff-Spiel, das im ersten Playoff-Aus mündet.
Das tor, das nürnberg traf – und das herz trotzdem brach
Marcus Weber hatte noch gefeiht, als er in der 15. Minute zum 1:1 traf. Die Arena bebte. Drei Minuten später stand C.J. Smith am Schlittschuh der Gäste und schob zum 2:1 ein. Die Stimmung kippte. Phillip Bruggisser machte es in der 22. Minute mit dem 3:1 endgültig klar: Bremerhaven hatte die Kontrolle, Nürnberg nur noch den Hauch einer Chance.
Die letzten 100 Sekunden waren pure Dramatik. Trainer NIklas Treutle nahm seinen Torwart vom Eis, setzte auf sechs Feldspieler. Der Puck flog, prallte, schepperte – aber nicht ins Netz. Kristers Gudlevskis im Kasten der Pinguins war ein Wall. Die Uhr lief runter. 0,9 Sekunden. Aus. Saison vorbei.

Ein powerplay, das nur halb zog
Samuel Dove-McFalls hatte in der 55. Minute noch einmal Hoffnung geschürt, das 2:3 war drin, das Momentum schien zu kippen. Doch die Überzahl in der Schlussoffensive blieb harmlos. Die Scheibe fand keine Lücke, keine Sekunde Zeit, keinen Funken Glück. Die Ice Tigers schieden aus, wie sie die Serie begonnen hatten: mit viel Einsatz, aber ohne den nötigen Biss in den entscheidenden Momenten.
Für Bremerhaven geht’s nun gegen Mannheim. Für Nürnberg geht’s nach Hause – mit leeren Händen und voller Köpfe. Die Saison endet nicht mit einem Knall, sondern mit einem Flüstern: „Was wäre wenn…“
