Skyliners stolpern in ludwigsburg – 32-punkte-klatsche versetzt frankfurt weit zurück
Die Skyliners Frankfurt sind in der Basketball-Bundesliga mit einem lauten Knall auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Bei den MHP Riesen Ludwigsburg setzte es eine 65:97-Klatsche, die selbst für ein Auswärtsspiel schmerzhaft ist.
Was zunächst wie ein Duell auf Augenhöhe begann – 19:21 nach dem ersten Viertel –, entwickelte sich ab der zweiten Spielzeit zur Einbahnstraße. Ludwigsburg drehte auf, Frankfurt schaltete ab. Bis zur Pause war die Partie gelaufen (30:45), danach wurde es nur noch peinlicher.
Frankfurt verliert den faden – und den ball
Die Hessen warfen sich einen Ballverlust nach dem anderen zu, die Riesen konterten gnadenlos. Besonders bitter: Die Skyliners hatten in dieser Saison gerade erst angefangen, sich aus dem Tabellenkeller zu winden. Jetzt stecken sie wieder mittendrin im Zwischenreich zwischen Playoff-Hoffnung und Abstiegszone.
Die Statistik ist gnadenlos: 32 Punkte Differenz, nur 37 Prozent Trefferquote aus dem Feld, dazu 18 Ballverluste. Ludwigsburg dagegen traf 56 Prozent seiner Würfe und dominierte das Rebounding mit 44 zu 28. Die Riesen spielten, als gäbe es kein Morgen – Frankfurt wirkte, als wäre die Saison bereits vorbei.
Trainer Sebastian Gleim hatte nach dem Spiel sichtbar Mühe, die Niederlage zu erklären. „Wir haben nicht verteidigt, nicht gekämpft, nicht geglaubt“, sagte er knapp. „Das war ein Blackout, kein Basketballspiel.“

Die tabelle lügt nicht – und die uhr tickt
Mit nur noch fünf Spielen bis zur Hauptrunde wird es eng für die Skyliners. Aktuell liegen sie auf Platz zwölf, zwei Siege hinter dem letzten Playoff-Platz. Die Konkurrenz aus Ulm, Bamberg und Berlin hat sich längst abgesetzt. Frankfurt muss nun fast alles gewinnen, um noch ins Rennen zu kommen.
Die Fans reagierten im Social Media mit Gemischtheit. „Wie im Pokal gegen Berlin – nur ohne Happy End“, schrieb ein User. Ein anderer kommentierte trocken: „Wenn wir so weiterspielen, fliegen wir nicht nur aus den Playoffs, sondern aus der Liga.“
Nächste Woche wartet mit der Partie gegen die Telekom Baskets Bonn bereits der nächste Prüfstein. Gleim warnte: „Wenn wir nicht sofort reagieren, wird das hier zur Gewohnheit.“ Die Skyliners haben keine Zeit mehr für Schönreden – nur noch für Siege.
