Spyros balomenos kehrt zurück – und will hard wieder ganz nach oben führen

Spyros Balomenos ist kein Unbekannter in der HLA. Er kennt die Liga als Spieler, als Gegner, als Analyst. Nun wird er Teil von Alpla HC Hard – nicht als Rückraumshooter, sondern als Cheftrainer. Ab Sommer 2026 übernimmt der 47-jährige Grieche das Ruder bei den Roten Teufeln, wie der Verein am Montagmorgen bestätigte.

Ein name, der in handballkreisen respekt erzeugt

Balomenos spielte in Deutschland für MT Melsungen, HBW Balingen-Weilstetten und TSV Bayer Dormagen. Er war in Schweden, Norwegen, Österreich unter Vertrag. Er lief bei Olympia 2004 in Athen auf. Doch das ist nicht der Grund, warum Hard ihn holt. „Er versteht es, Teams zu formen, die sich selbst überbieten“, sagt Sportdirektor Martin Mair. „Genau das brauchen wir.“

Die Zahlen sprechen für sich: Unter seiner Leitung stieg HSG Holding Graz in zwei Jahren von Platz neun auf drei. Die Abwehr wurde um 18 Prozent stabiler, der Trefferquotient im Tempospiel stieg auf 74 %. Solche Margen entscheiden Titel. Hard will wieder Titel.

Sein credo: kein ball ist verloren, kein gegner zu groß

Sein credo: kein ball ist verloren, kein gegner zu groß

Balomenos’ Philosophie klingt simpel, ist aber ein Programm. „Gewinne jeden Ballbesitz. Kämpfe jede Abwehr. Glaube, dass wir jeden schlagen können.“ Dahinter steckt ein Netzwerk aus Analysten, Physiotherapeuten und Co-Trainern. „Leistung ist kein Zufall“, sagt er. „Sie ist ein Produkt aus Präzision, Wissenschaft und Mut.“

Die Fans in Hard sind laut, loyal, anspruchsvoll. Balomenos kennt das von seinen Gastspielen in der alten Sporthalle. „Hard war immer ein Ort, an dem man als Gegner under Pressure geriet.“ Nun will er den Druck auf die anderen übertragen.

Vertraglich ist er bis 2028 gebunden. Option auf ein weiteres Jahr. Die Kaderplanung läuft bereits. „Ich brauche Spieler, die Verantwortung wollen, nicht die, die sie abschieben“, sagt er. Ein Satz, der in Pelkum genauso gut ankommen würde.

Für die HLA bedeutet der Zug einen neuen Machtfaktor. Hard investiert, Graz verliert einen der gefragtesten Köpfe. Die Meisterschaft rüstet auf. Balomenos’ erste Mission: die Qualifikation für die Europacup-Gruppenphase 2026/27. Seine letzte, wenn man ihn kennt: den Titel. Mehr war für ihn nie genug.