Spanien verändert aufstellung: yamal und olmo starten!
Madrid – Ein überraschender Weckruf für die spanische Nationalmannschaft: Nur wenige Stunden vor dem Duell gegen Saudi-Arabien in Atlanta hat Luis de la Fuente seine Startelf für das zweite Gruppenspiel der Weltmeisterschaft personell aufgeschüttelt. Nach dem müden 0:0 gegen Kap Verde scheint der Coach auf frische Kräfte und neue Taktiken zu setzen, um den verpassten Triumph im ersten Auftritt wiedergutzumachen.

Vier neue gesichter für mehr offensivgeist
Die Veränderungen sind beachtlich: Rechtsverteidiger Pedro Porro ersetzt Marcos Llorente, während Dani Olmo den Platz von Fabián Ruiz einnimmt. Im linken Mittelfeld vertraut De la Fuente nun auf Álex Baena anstelle von Gavi. Der wohl größte Überraschungsmoment ist die Einwechslung des jungen Lamine Yamal, der Ferran auf der linken Außenbahn ersetzt. Ein klares Signal an die Offensive, die gegen Kap Verde zu blass agierte.
Es ist bezeichnend, dass De la Fuente eine Strategie verfolgt, die er bereits aus seinen erfolgreichen Jahren mit der U21-Nationalmannschaft kennt. Die Angst vor einem erneuten Fehlstart, wie er bei früheren Turnieren der Furia Roja der Fall war, scheint ihm zu eigen. Vor allem die erstmalige Aufstellung von Dani Olmo und Pedri in der Anfangself der A-Nationalmannschaft ist ein Novum. Bisher standen die beiden lediglich 49 Minuten gemeinsam auf dem Platz – und nie von Beginn an.
Olmo könnte zum Mann des Spiels werden. Als er bereits einmal bei einer Weltmeisterschaft traf, in Katar, wird er nun versuchen, diesen Erfolg zu wiederholen. Sollte es gelingen, wäre er erst der zweite Spanier nach Xabi Alonso, der bei zwei verschiedenen Weltmeisterschaften ins Netz traf. Ein Zeichen, dass der Druck auf seinen Schultern lastet.
Die Augen sind auf Lamine Yamal gerichtet. Der Teenager, der seit Konya bei einem 0:6 gegen die Türkei nicht mehr in der Anfangself stand, erhält nun eine neue Chance. Seine Rückkehr war alles andere als geradlinig, eine Rückenverletzung führte zu einer Pubalgie und zu einem medialen Aufruhr. Porro und Baena feiern ihr Weltmeisterschaftsdebüt und sollen frischen Wind in die Offensive bringen. De la Fuente greift damit wieder auf eine bewährte Taktik zurück, die ihm bei Ausfällen von Nico Williams stets zum Erfolg verhalf. Er scheint entschlossen, die Offensive zu beleben und das Team für die kommenden Herausforderungen zu formen.
Die Partie gegen Saudi-Arabien wird zeigen, ob die Umstrukturierung Früchte trägt. Doch eines ist klar: Spanien hat sich verändert und will nun mit neuem Elan in das Turnier starten.
