Spanien schnappt nach medaillen: fechterteam zeigt aufstrebende klasse!

Antony, Frankreich – Ein Paukenschlag für den spanischen Fechtsport! Bei den kürzlich zu Ende gegangenen Europameisterschaften sicherte das spanische Team zwei Medaillen, ein klares Zeichen für den Aufwärtstrend, auch wenn die ganz großen Nationen noch in weiter Ferne sind.

Die freude über silber und bronze – ein erster schritt

Die freude über silber und bronze – ein erster schritt

Lucía Martín-Portugués triumphierte im Sablesport mit einer beeindruckenden Leistung und sicherte sich den Titel, während María Mariño im Florett mit Bronze einen weiteren Erfolg für Spanien verbuchte. Diese Resultate unterstreichen die fortschreitende Entwicklung des spanischen Fechtsports, auch wenn der Weg zur Spitze, gemessen an etablierten Kräften wie Frankreich, Italien oder Ungarn, noch lang ist. Es ist jedoch ein deutlicher Fortschritt.

Besonders spannend war die Auseinandersetzung des spanischen Florett-Teams mit dem französischen Team, das bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille gewann. Die Franzosen, bestehend aus Anas Anane, Maxime Pauty und Alexandre Sido, setzten sich am Ende mit 45:37 durch. Zuvor hatte das spanische Team überraschend die Ukraine mit 45:23 bezwungen. Der Welt- und Europameister Carlos Llavador konnte zwar Anane und Pauty bezwingen und gegen Sido ein Unentschieden erreichen, doch die kompakte und talentierte französische Mannschaft war schlichtweg zu stark.

Ein bitterer Rückschlag folgte in der anschließenden Hoffnungsrunde gegen Ungarn, die mit 45:24 deutlich überzeugten. Das anschließende Spiel um Platz sieben gegen Großbritannien konnte zwar knapp mit 45:40 gewonnen werden, doch der enttäuschende Eindruck blieb bestehen.

Auch die Damen im Säbelkampf hatten ihre Mühen. Das Team um Daniela Pinyol, Silvia Gómez und Dana Raposo scheiterte in der Achtelfinale an Ungarn. Die Partie war bis kurz vor Schluss ausgeglichen (24:24), doch am Ende mussten sie sich mit 37:45 geschlagen geben. Nur durch Siege gegen Finnland (45:24) und Polen (45:28) gelang es, den zehnten Platz zu erreichen. Das Florett-Team der Damen, das bereits bei den Weltspielen in Genua 2025 Bronze holte, verpasste als Viertes knapp eine weitere Medaille.

Álvaro Fernández Calleja verpasste als Achter im Säbelkampf die Medaillenränge knapp, ebenso wie Daniela Pinyol (Siebte im Säbel) und die Teams im Sablesport (Fünfter Platz) und im Herren-Säbel (Sechster Platz). Es zeigt, dass die spanische Mannschaft zwar talentiert ist, aber noch an der Konstanz arbeiten muss, um mit den europäischen Spitzenmannschaften mithalten zu können.

Die Europameisterschaften in Antony haben jedoch gezeigt, dass Spanien im Fechtsport auf dem richtigen Weg ist. Die Erfolge von Martín-Portugués und Mariño sind nicht nur persönliche Triumphe, sondern auch ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft des spanischen Fechtsports. Es bleibt abzuwarten, ob Spanien in den kommenden Jahren den Sprung an die Weltspitze schaffen kann – aber die Zeichen stehen gut.