Spanien kämpft in brasilia um wm-podestplätze im gehen!
Brasilia bebt! Die spanische Nationalmannschaft im Gehen stellt sich dieser Woche einer neuen Herausforderung: Die Weltmeisterschaften im Gehen. Vier Athleten im Herrenteam träumen vom Podest, während die Damen auf eine Überraschung hoffen – trotz zahlreicher Ausfälle. Die Temperaturen werden eine Zäsur sein!
Ein neuer wind im spanischen gehen
Die Weltmeisterschaften bringen eine bedeutende Änderung mit sich: Die Einführung des Halbmarathons (21,1 km) ersetzt die traditionellen 20 km. Nach dem Wegfall der 50 km-Distanz im Jahr 2022 und der Einführung der 35 km im Vorjahr, stellt dies einen weiteren Schritt in der Weiterentwicklung des Gehensports dar. Das Herrenteam, angeführt von Paul McGrath, will den Titel aus Antalya 2024 verteidigen – ein Erfolg, der nun auf einer längeren Distanz gefeiert werden soll.
McGrath, der bereits in Tokio 2025 mit Bronze glänzte, bildet zusammen mit Diego García Carrera, einem der erfahrensten Marcher des Teams und frischgebackenem spanischen Halbmarathonmeister, das Rückgrat der Mannschaft. Auch Álvaro López, der in Cieza Vize-Weltmeister wurde, sowie das junge Talent Daniel Monfort gehören zum Quartett. Ein bitterer Rückschlag: Der erfahrene Miguel Ángel López, Kapitän des Teams, muss aufgrund einer Verletzung kurzfristig absagen. Seine Abwesenheit wird eine Lücke reißen, die es zu schließen gilt.

Die damen im kampf gegen die widrigkeiten
Die spanische Damenmannschaft reist mit dem Ziel nach Brasilia, die Bronzemedaille von Antalya 2024 zu verteidigen. Allerdings stehen die Chancen angesichts zahlreicher Ausfälle alles andere als gut. Laura García Luengo, María Pérez, Cristina Montesinos, Raquel González und Paula Juárez werden aus unterschiedlichen Gründen fehlen. Das Team, bestehend aus Antía Chamosa, Lidia Sánchez-Puebla, Aldara Meilán, Griselda Serret und Sofía Santacreu, setzt auf Jugend und Dynamik – drei Athletinnen sind sogar noch in der U23-Kategorie vertreten.
Neben den Halbmarathon-Wettkämpfen werden auch die Marathon- und 10 km-Läufe der U20-Altersklasse ausgetragen. Spanien wird hier mit Daniel Chamosa, José Manuel Pérez und Manuel Bermúdez im Herrenbereich sowie mit Eloi Antón, César Hidalgo und Pablo Zárate im Jugendbereich an den Start gehen. Im weiblichen Bereich vertreten sind Gina Torres und Irene Vega.
Die Bedingungen in Brasilia versprechen ein hartes Rennen: Temperaturen über 25 Grad Celsius, eine hohe Luftfeuchtigkeit von rund 80 Prozent und die Höhe von 1.170 Metern über dem Meeresspiegel werden den Athleten alles abverlangen. Favorit in den meisten Disziplinen sind die chinesischen Walker, während Spanien im Herren-Halbmarathon eine ernstzunehmende Chance auf eine Podestplatzierung hat. Besonders der Japaner Toshikazu Yamanishi, Weltrekordhalter mit einer Zeit von 1:20:34, stellt eine enorme Herausforderung dar.
Die spanischen Athleten haben bereits auf die schwierigen Bedingungen hingewiesen. Doch eines ist klar: Sie werden alles geben, um ihre Nation stolz zu machen. Es wird ein Kampf der Nerven und der Ausdauer, dessen Ausgang noch völlig offen ist. Die Welt hält den Atem an!
