Spalletti zieht die notbremse: boga soll david bei juve beerben

Morgen in Udine beginnt ein neues Kapitel. Luciano Spalletti, sonst so beharrlich in seinen Personalentscheidungen, schickt Jérémie Boga zur ersten Gelegenheit in die Startelf – und verdrängt Jonathan David auf die Bank. Die Zahlen sind gnadenlos: fünf Liga-Tore in 1.900 Minuten, kein Treffer seit fünf Wochen, null Einfluss in den letzten drei Spielen nach der Pause.

Die uhr tickt für david

Die uhr tickt für david

Der Kanadier kam im Januar 2026 als Erlöser, nun droht ihm der Status des Edeljokers. Dusan Vlahovic steht nach seiner Sprunggelenkblessur zwar nur für 20 Minuten zur Verfügung, doch schon das reicht, um Davids Anspruch auf die Neun zu unterminieren. Spalletti will keine Zeit mehr verschenken: Champions-League-Platz oder nichts.

Die Lösung ist radikal. Boga, für lächerliche 4,8 Millionen Euro aus Nizza ausgeliehen, traf dreimal in 128 Spielminuten – David schoss dreimal aufs Tor in den letzten 270. Gegen Pisa schaltete Spalletti zur Pause um: Boga links, Kenan Yildiz als falsche Neun, David trocknete auf der Bank. Das 4:0 war besiegelt.

Der Ivorer dribbelt, schaltet Tempo, zieht die Mannschaft hinter sich her. Genau das fehlt der Juve in den ersten Hälften. Spalletti testete intern bereits die Variante Yildiz-Boga-Chiesa – ein Dreieck, das Gegner in Umkehrbewegungen zerreißt. David passt nicht mehr ins Raster.

Die Entscheidung ist gefallen. In Udine wird Boga von Beginn an laufen, Yildiz rückt in die Mitte, David muss zuschauen. Ein Signal an den Klubboss: Wer zögert, verliert. Und ein Signal an den Spieler: Tore oder Abschied. Die nächsten 90 Minuten entscheiden über eine Zukunft, die vor Wochen noch unantastbar schien.