Sow fliegt raus – lausanne plötzlich mit personalnotstand

Karim Sow hat mit einer Tätlichkeit gegen Alvyn Sanches nicht nur die Rote Karte gesehen, sondern auch das nächste Lausanne-Aus. Der Verteidiger fehlt gegen Luzern und Winterthur – und ist nur die Spitze eines Sperrenbergs, der die Super League kurz vor der Winterpause erschüttert.

Neun weitere profis müssen zuschauen

Neun weitere profis müssen zuschauen

Während Sow wegen seines offensichtlichen Foulspiels direkt vom Platz flog, droht anderen Klubs die Gelb-Karte-Kumulation. Houboulang Mendes (Servette), Joël Monteiro (YB), Bruno Caslei (Étoile Carouge) und Fabio Lymann (Bellinzona) haben ihre fünfte Saison-Verwarnung kassiert und müssen pausieren. Auch in der Challenge League fehlen gleich mehrere Leistungsträger: Guillermo Padula (Rapperswil-Jona), Eris Abedini und Jonathan Fontana (beide Xamax) sowie Bastien Conus und Nehemie Lusuena (SLO) sind gesperrt.

Die Zahlen sind vernichtend: Elf Profis fallen in einer einzigen Spieltag-Woche aus – Rekord dieser Saison. Für die Trainer wird es eng. Lausanne muss ohne seinen Abwehrchef auskommen, Servette verliert mit Mendes einen Leistungsträger, YB muss auf Monteiro verzichten. Die Kader sind dünn, die Spielbelastung hoch. Die Ligue bleibt kurz vor Weihnachten auf der Kippe.

Die Sperre für Sow kommt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt: Mit 19 Punkten steht Lausanne auf Tabellenplatz acht, nur zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. Gegen Luzern und Winterthur sind sechs Punkte Pflicht. Ohne ihren Innenverteidiger wird das ein Kraftakt. Die Konkurrenz lacht nicht mit – sie wartet auf den nächsten Patzer.