Sommermärchen enthüllt: wie deutschland die wm 2006 wirklich ins wohnzimmer holte
Neun Jahre lang schwebte Deutschland im Rausch des Sommermärchens. Millionen feierten, die Welt staunte. Doch hinter der glitzernden Fassade der Fußball-WM 2006 verbarg sich ein Netz aus fragwürdigen Deals und verschwundenen Geldern. Der neue Podcast „Das Geld zu Gast bei Freunden“ lüftet nun den Schleier und enthüllt die wirklich wahre Geschichte, wie Deutschland den Zuschlag erhielt – eine Geschichte, die von Intrigen, Charme und fragwürdigen Methoden erzählt.
Ein wettlauf der fußballnationen
Die Geschichte beginnt bereits 1992, als der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen kühnen Traum hegt: Die WM 2006 soll nach Deutschland kommen. Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. England präsentierte sich mit PR-Profis und 30 Millionen Pfund, während der DFB mit einem Budget, das eher an eine Vorstadt-Sparkasse erinnerte, kämpfen musste. Der Wettkampf war eröffnet – ein Kampf der Giganten um das größte Sportereignis der Welt.
Als entscheidender Faktor trat Franz Beckenbauer auf die Bühne. Der „Kaiser“ wurde zum Botschafter ernannt und reiste um die Welt, um die Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees zu überzeugen. Doch sein Charme allein reichte nicht aus. Es bedurfte eines ganz besonderen „Handwerks“, um die Konkurrenz auszustechen. Was genau dabei geschah, offenbart der Podcast in erschreckender Detailgenauigkeit.
Der Podcast, erzählt von der Sportschau-Moderatorin Esther Sedlaczek, zeichnet ein erschreckendes Bild. Wolfgang Niersbach, der ehemalige DFB-Präsident, und Theo Zwanziger geben Einblicke hinter die Kulissen. Auch Sepp Blatter, der ehemalige FIFA-Präsident, und Martin Sonneborn, der ehemalige Titanic-Chefredakteur, kommen zu Wort. Die Spiegel-Journalisten Jörg Schmitt, Jens Weinreich und Gunther Latsch, die die Enthüllungen im Jahr 2015 ans Licht brachten, liefern die journalistische Perspektive.

Vier tage, eine nacht und ein hammel
Die entscheidenden Tage finden in Zürich statt. Vier Tage und eine Nacht, in denen die Nerven blank liegen. Die 24 Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees stehen vor der historischen Entscheidung. Beckenbauer gibt im wichtigsten Moment noch einmal alles, unterstützt von prominenten Verstärkungen. Während die Welt gebannt auf das Ergebnis wartet, verbringt ein Mann im nobelsten Hotel der Stadt eine schlaflose Nacht – eine Nacht, die den Lauf der Geschichte verändern sollte.
Der Podcast enthüllt eine Geschichte voller absurder Konkurrenz, einer Weltreise Beckenbauers, einer Orgel in der Karibik, teuren Strümpfen, einem rätselhaften Fax und einem Hammel, der aus unerklärlichen Gründen nicht fliegen durfte. Eine Geschichte, die zeigt, dass die Vergabe der WM 2006 alles andere als sauber verlief.
„Das Geld zu Gast bei Freunden“ ist mehr als nur ein Podcast – es ist ein True-Scandal-Podcast, der die deutsche Fußballgeschichte neu schreibt. Wer die Wahrheit hinter dem Sommermärchen erfahren möchte, sollte sich diese sechsteilige Hörproduktion nicht entgehen lassen.
