Jordanische behörden verstummen whistleblower: reisepass entzogen!
Ein erschütternder Schlag für die Transparenz im Fußball: Abdullah Ibhais, der Whistleblower, der über die menschenrechtlichen Verbrechen in Katar bei der WM 2022 die Welt schockierte, wurde von den jordanischen Behörden der Reisepass entzogen. Ein klarer Versuch, ihn zum Schweigen zu bringen, wie Ibhais der Sportschau mit Bestürzung berichtete.

Ein sprecher für die opfer, jetzt mundtot?
Ibhais, der als Mediendirektor des WM-Organisationskomitees arbeitete, deckte als einer der wenigen die katastrophalen Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter auf und zahlte dafür einen hohen Preis: dreieinhalb Jahre Haft in Katar. Nach seiner Freilassung im März 2025 kehrte er nach Amman zurück, in der Hoffnung, ein normales Leben zu führen. Doch diese Hoffnung scheint nun zerplatzt.
Der Vorfall ereignete sich kurz bevor Ibhais als Sprecher bei der renommierten „Oslo Freedom Forum“ auftreten sollte. Ein Forum, das sich der Förderung von Menschenrechten und Meinungsfreiheit verschrieben hat. Statt auf der Bühne zu sprechen, wurde er am Flughafen von jordanischen Geheimdienstbeamten abgewiesen und zur Rede geführt. Die offizielle Begründung: Ibhais gefährde durch seine Äußerungen die Beziehungen zwischen Jordanien und Katar.
Ein beunruhigendes Signal: Die Entziehung des Reisepasses ist mehr als nur eine bürokratische Maßnahme. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass mächtige Kräfte alles daran setzen, die Wahrheit über die dunklen Seiten des Fußballs zu unterdrücken. Die Vereinten Nationen haben Ibhais' Inhaftierung bereits als willkürlich verurteilt und Wiedergutmachung gefordert. Doch die FIFA, der Weltfußballverband, hat sich bisher wortlos verhalten. Ein beschämendes Versäumnis.
Die Frage, die sich nun stellt, ist: Werden internationale Organisationen und Medien den Fall Ibhais weiterhin in den Fokus rücken und Druck auf die jordanische Regierung ausüben, um seinen Reisepass zurückzuerlangen und seine Freiheit wiederherzustellen? Oder wird er zu einem weiteren vergessenen Opfer des Fußball-Imperiums?
Die Sportschau wird diesen Fall weiterhin verfolgen und über neue Entwicklungen berichten. Denn die Stille der Mächtigen ist oft das lauteste Urteil.
