Almería vor wiedersehen mit der 2. liga: playoff-fluch oder endlich aufstieg?

Die Andalusier stehen zum vierten Mal in fünf Saisons vor den Nerven aufrüttelnden Playoff-Spielen um den Aufstieg in die Primera División. Nach Jahren der Enttäuschung und verpassten Gelegenheiten stellt sich die Frage: Kann Almería den Fluch endlich brechen und den Aufstieg perfekt machen?

Die vergangenheit wie ein schatten

Die Geschichte der letzten Jahre ist für die Fans des UD Almería schmerzhaft vertraut. Seit der Übernahme durch die saudische Investorengruppe um Turki Al-Sheikh und nun Mohamed Al Khereiji, hat der Verein regelmäßig an den Playoffs teilgenommen, doch der ersehnte Aufstieg blieb stets aus. Die Saison 2019/2020 markierte den Beginn einer Reihe von Enttäuschungen, als Girona im Halbfinale mit einem klaren Gesamtscore von 3:1 die Segel streichen ließ. Ein Jahr später wiederholte sich das Szenario mit Girona als wiederholtem Bezwinger und dem jungen Rubi am Ruder der Almeríaner.

Auch die vergangene Saison brachte keine Besserung. Der Verlust der beiden Leistungsträger Luis Suárez und Marc Pubill, die von ihren Nationalmannschaften (Kolumbien bzw. U21 Spanien) berufen wurden, schwächte das Team erheblich. Das Hinspiel gegen Oviedo wurde mit 1:2 verloren, und obwohl man im Rückspiel einen Punkt holte, reichte es nicht, um den Aufstieg zu erreichen. Die Erinnerungen an diese verpassten Chancen lasten schwer auf dem Verein.

Doch dieses Jahr sieht es anders aus. Almería geht als Tabellendritter in die Playoffs und hat den Vorteil, das Rückspiel der Halbfinale sowie eine eventuelle finale Rückspielpartie auf heimischem Boden austragen zu können. Darüber hinaus könnte ein Unentschieden nach Verlängerung den Aufstieg bedeuten. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass im Gegensatz zu vielen anderen Teams, die von der Weltmeisterschaft betroffen sind, die Almería-Mannschaft ohne Ausfälle durch Nationalspieler antreten kann. Rubi kann somit auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Ein lichtblick: die saison 2012/2013

Ein lichtblick: die saison 2012/2013

Trotz der jüngsten Misserfolge darf man die Vergangenheit nicht vergessen. Vor dreizehn Jahren, in der Saison 2012/2013, bewies Almería, dass man auch über die Playoff-Route zum Erfolg gelangen kann. Nach dem verpassten direkten Aufstieg am letzten Spieltag gegen Villarreal, der sich direkt für die Primera División qualifizierte, zeigte das Team Moralstärke. Im Halbfinale wurde Las Palmas ausgeschaltet, und im Finale gelang der Sieg gegen Girona – damals unter der Leitung von Rubi.

Die aktuelle Saison bietet eine ähnliche Ausgangslage: Almería geht als Dritter in die Playoffs. Die Frage ist, ob die Mannschaft aus der Vergangenheit lernen und den erhofften Aufstieg endlich realisieren kann. Der Druck ist enorm, aber die Chance ist da. Der Weg zum Aufstieg ist steinig, aber Almería hat die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben und den Fans endlich die ersehnte Freude zu bereiten.

Die Fans dürfen hoffen, dass die Konstanz und die Stärke der Mannschaft in den entscheidenden Spielen zum Tragen kommen werden. Denn eines ist klar: Nur die Besten werden am Ende triumphieren.