Madrid kassiert rekordeinnahmen durch bußgelder – barcelona weit hinterher!

Ein überraschendes Bild zeigt sich, wenn man die Einnahmen durch Verkehrsverstöße in Spaniens Großstädten vergleicht: Während Real Madrid in Sachen Strafzettel-Einnahmen haushoch führt, hinkt der FC Barcelona deutlich hinterher. Eine neue Analyse von Dvuelta wirft Schlaglich auf die finanziellen Unterschiede zwischen den Metropolen.

Die hauptstadt dominiert den bußgeld-ranking

Madrid katapultiert sich mit einem satten Vorsprung an die Spitze des Rankings. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres allein wurden 194,5 Millionen Euro durch Bußgelder eingenommen – das sind das 3,4-fache der Einnahmen Barcelonas. Die katalanische Hauptstadt kommt auf stolze 125 Millionen Euro, während Sevilla und Mallorca noch weiter zurückliegen. Die Zahl spricht für sich: Madrid hat bereits jetzt die Hälfte dessen eingenommen, was die Dirección General de Tráfico (DGT) für das gesamte Jahr erwartet, und das ohne Katalonien und das Baskenland, wo die Zuständigkeit für den Verkehr auf die Regionalregierungen übertragen wurde.

Doch es gibt einen Detail, den viele übersehen: In diesen Einnahmen sind nicht nur Bußgelder enthalten, sondern auch die Summen aus abgeschleppten Fahrzeugen und der Kfz-Steuer. Die Dominanz Madrids in diesem Ranking ist keine Neuheit; die Stadt führt die Liste seit Jahren an. Die Entwicklung zeigt, dass die spanische Hauptstadt weiterhin auf rigorose Maßnahmen und eine hohe Strafverfolgung setzt, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten – und gleichzeitig die Staatskasse zu füllen.

Trends und regionale unterschiede

Interessanterweise verzeichnen sowohl Palma de Mallorca (ein Rückgang von 11,1%) als auch Madrid selbst (6,7% weniger als budgetiert) und Barcelona (5,6%) einen Rückgang der erwarteten Einnahmen. Die Hauptstadt der Balearen geht jedoch mit 120,1 Euro pro Kopfallen anderen Städte voraus – ein Wert, der deutlich über dem in Bilbao (103,7 Euro), Madrid (95,7 Euro) und Sevilla (81,2 Euro) liegenden Wert liegt. Zaragoza hingegen profitiert am wenigsten, mit lediglich 57,1 Euro pro Kopf.

Zusammengefasst wird geschätzt, dass die Gesamteinnahmen aus Bußgeldern, Kfz-Steuern und Abschleppgebühren in Spanien das Volumen von 821 Millionen Euro übersteigen werden. Dabei entfallen allein 344,5 Millionen Euro auf die Einnahmen Madrids. Die Diskrepanz zeigt deutlich, dass die Verkehrspolitik und –kontrolle nicht überall im Land gleich umgesetzt werden.