Snookerkrimi in sheffield: o'sullivan verpasst achten wm-titel!

Sheffield bebte bittere Enttäuschung: Ronnie O'Sullivan, der als Top-Favorit ins Achtelfinale der Snooker-Weltmeisterschaft gestartet war, ist gegen John Higgins überraschend ausgeschieden. Ein dramatisches Match voller Wendungen endete mit 12:13 zugunsten des schottischen Routiniers – ein Nackenschlag für den 50-jährigen Engländer im Crucible Theatre.

Die achterbahnfahrt der emotionen

O'Sullivan präsentierte sich zunächst in Glanzform und führte zwischenzeitlich komfortabel mit 6:2 und später sogar mit 9:4. Doch Higgins, der viermalige Weltmeister, ließ nicht locker und kämpfte sich zurück ins Spiel. Die Atmosphäre im Raum war zum Greifen nahe, als beide Spieler einen Kampf auf höchstem Niveau lieferten. Der Engländer schien kurz vor dem Sieg zu stehen, als er nach einem spannenden Durchgang den Spielstand auf 12:11 stellte. Doch Higgins behielt die Nerven und gewann den entscheidenden Frame, womit er den Sieg perfekt machte.

„John hat hervorragend gespielt und den Sieg verdient“, räumte O'Sullivan fair am Mikrofon der BBC ein. Seine Leistung war beeindruckend, aber am Ende reichte sie nicht aus. Ein Faktor, den „The Rocket“ selbst anführte, war der Druck, der auf ihm lastete. „Ich habe mich sehr verkrampft, vielleicht weil ich schon länger keine solchen Matches mehr gespielt habe“, erklärte er.

Higgins auf dem weg zum titel?

Higgins auf dem weg zum titel?

Für John Higgins ist der Sieg über O'Sullivan ein echter Coup und katapultiert ihn ins Viertelfinale, wo er auf den Gewinner der Partie zwischen Chris Wakelin und Neil Robertson trifft. Die Leistung von Higgins wirft die Frage auf: Kann er seine aktuelle Form bestätigen und seinen fünften Weltmeistertitel gewinnen? Seine Erfahrung und sein eisernes Nervenkostüm könnten hierbei entscheidend sein.

O'Sullivans siebter und bislang letzter Titel stammt aus dem Jahr 2022. Die Erinnerung an das WM-Finale von 2001, in dem er seinen ersten Titel gegen Higgins feierte, mag nun bittersüß sein. Doch die Leidenschaft für das Spiel scheint ungebrochen: „Ich habe das Gefühl, dass mir das Spiel Spaß macht und ich in diesem Monat besser spiele als in den letzten Jahren“, so O'Sullivan. Die Frage bleibt, ob er sich von dieser Enttäuschung zurückgeworfen wird oder ob er mit neuer Energie zurückkehren wird.