Ski-weltcup: aicher überrascht in andorra – brignone und goggia mit gemischten gefühlen

Überraschungssieg für emma aicher in soldeu

Soldeu, Andorra – Die Ski-Weltcup-Rennen in Andorra brachten gemischte Gefühle für die italienischen Top-Fahrerinnen. Während die Deutsche Emma Aicher mit einer beeindruckenden Leistung den Super-G gewann, mussten sich Federica Brignone und Sofia Goggia mit weniger zufriedenstellenden Ergebnissen begnügen. Was viele nicht erwartet hatten, war die Dominanz Aichers, die sowohl die Neuseeländerin Robinson (88 Hundertstelsekunden zurück) als auch die Schweizerin Corinne Suter (98 Hundertstelsekunden zurück) deutlich distanzierte.

Brignone feiert jubiläum – trotz fehler

Brignone feiert jubiläum – trotz fehler

Für Federica Brignone war das Rennen eine besondere Rückkehr nach zehn Jahren. Genau hier, in Andorra, hatte sie vor einem Jahrzehnt ihren ersten Super-G-Weltcupsieg gefeiert. “Ich bin im oberen Teil sehr gut gefahren und hatte eine der besten Zwischenzeiten,” erklärte Brignone nach dem Rennen. “Ich habe auch die Kuppen gut gemeistert, aber dann habe ich beim Eingang in die Mauer einen dummen Fehler gemacht und fast gestoppt. Schade, denn so verliert man Rennen.” Trotz des Fehlers zeigte sich die italienische Skirennläuferin gelassen und betonte, dass sie ohne Druck fahre.

Goggia verteidigt rotes trikot, aber rivalinnen rücken näher

Sofia Goggia, die das rote Trikot im Super-G weiterhin trägt, sah sich durch die starken Leistungen ihrer Konkurrentinnen bedrängt. “Aicher war fantastisch und hat ihren Sieg im oberen Teil aufgebaut, wo ich etwas langsam und aus der Linie war,” analysierte Goggia. “Robinson hat ein starkes Rennen gefahren, besonders im technischen Teil, wo ich nicht so druckvoll skifahren konnte. Ich war etwas zurückhaltend und bin nicht ganz sauber gefahren.” Sie kündigte an, morgen wieder voll angreifen zu wollen.

Laura pirovano als lichtblick im italienischen team

Ein positiver Aspekt für das italienische Team war der achte Platz von Laura Pirovano. Ihre Leistung bot einen kleinen Hoffnungsschimmer an einem Tag, der von der deutschen Dominanz geprägt war. Sie bewies, dass auch die jüngeren Fahrerinnen im italienischen Team zu Top-Ergebnissen fähig sind und den Anschluss an die Weltspitze halten können. Dies ist ein wichtiges Signal für die Zukunft des italienischen Skirennens.

Die analyse von goggia: „es braucht mehr druck“

Goggia betonte, dass auf dieser Piste die richtige Einstellung entscheidend sei. „Man muss den Fuß über den Tor stellen und Vollgas geben.“ Ihre Analyse zeigt, dass es für den Erfolg nicht nur um technische Fähigkeiten geht, sondern auch um mentale Stärke und die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Sie versprach, am nächsten Tag alles zu geben und an ihren Linien zu arbeiten.

Blick auf die kommenden rennen in lillehammer

Trotz der gemischten Ergebnisse blicken Brignone und Goggia optimistisch auf die bevorstehenden Rennen in Lillehammer. Das Ziel ist klar: Siege einfahren, aber ohne den unnötigen Stress. Beide Fahrerinnen betonen die Bedeutung von Spaß am Skifahren und die Freude am Wettkampf. Die Weltcup-Saison nähert sich dem Finale, und jede Hundertstelsekunde zählt.

Ergebnisse im überblick

PlatzFahrerinNationZeit
1Emma AicherDeutschland1:25.32
2Alice RobinsonNeuseeland1:25.40
3Corinne SuterSchweiz1:25.40
6Sofia GoggiaItalien1:25.88
15Federica BrignoneItalien1:26.55