Six nations: englands desaströse niederlage und der traum von paris
Ein traum zerplatzt: frankreichs titelkurs
Eigentlich schien alles auf einen spannenden Showdown mit Frankreich zum Abschluss der Six Nations hinauszulaufen. Doch England verlor den Faden, kassierte deutliche Niederlagen gegen Schottland und Irland, und die britische Presse spricht von „Demütigung“ und einem „Kampf gegen den Abstieg“. Ursprünglich hatte man auf ein packendes Finale am 14. März in Paris gehofft, doch die Realität sieht nun ganz anders aus.

Die englische erfolgsserie reißt
Nach Jahren der Durststrecke waren die Engländer mit 11 Siegen in Folge ins Jahr 2025 gestartet, die durch einen weiteren Erfolg gegen Wales auf 12 erhöht wurden. Zudem schien England am wenigsten von den zahlreichen Verletzungen betroffen zu sein, die die Kader der Konkurrenten dezimierten. Doch diese positiven Umstände konnten die Mannschaft nicht vor dem Absturz bewahren.

Frankreich dominiert, england scheitert
Während Frankreich seine Stärke demonstrierte und Irland, Wales und Italien souverän besiegte, offenbarte England Risse in der Leistung. Die Niederlagen gegen Schottland (31-20) und die demütigende Heimpleite gegen Irland (21-42) ließen den Traum vom Titel schnell platzen. Die britische Presse reagierte schockiert und sprach von einer „Demütigung“.

Tabelle und aktuelle lage
Nach drei Spieltagen führt Frankreich mit dem Maximum von 15 Punkten die Tabelle an. England liegt mit nur 5 Punkten auf dem vierten Platz, gleichauf mit Italien (nur aufgrund des direkten Vergleichs besser platziert) und vor Schlusslicht Wales, das noch ohne Punkt ist. Die ursprünglichen Ambitionen, den Six Nations Titel zu gewinnen, sind für England gründlich gescheitert.

Die kritik an steve borthwick
Die Kritik an Trainer Steve Borthwick wächst. Ex-Trainer Eddie Jones wirft ihm vor, die anderen Spiele unterschätzt und sich zu früh auf das Finale gegen Frankreich konzentriert zu haben. Jones argumentiert, dass die Aussagen Borthwicks über die entscheidende Partie in Paris zu einer veränderten mentalen Einstellung der Spieler geführt haben könnten. „Die Spieler lesen alles, ihre Frauen lesen alles…“, so Jones, der eine subtile psychologische Verschiebung in der Mannschaft vermutet.
Die kommenden herausforderungen
England stehen noch zwei schwere Auswärtsspiele bevor: gegen Italien am 7. März und gegen Frankreich. Das Spiel in Rom ist für die Engländer von entscheidender Bedeutung, um nicht auf den letzten Platz abzurutschen. Die Gefahr, von Wales noch eingeholt zu werden, besteht. Die Stimmung in der Mannschaft ist angespannt, und die Angst vor einem Debakel wächst. Die Leistung gegen Irland wurde als „inakzeptabel“ und „deprimierend“ beschrieben.
Statistiken sprechen eine deutliche sprache
Die Zahlen untermauern die schwache Leistung Englands: 20 Ballverluste gegen Schottland, 24 gegen Irland und eine Fehlpassquote von 18% in beiden Spielen – fast jeder fünfte Tackle ging daneben. Diese Statistiken zeigen eine Mannschaft, die sowohl physisch als auch mental am Limit ist. Der frühe Rückstand von 17-0 gegen Schottland markierte den Wendepunkt und leitete den Abwärtsstrudel ein.
Tabelle six nations (stand 26. februar 2024)
| Platz | Team | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Frankreich | 15 |
| 2 | Irland | 10 |
| 3 | Schottland | 8 |
| 4 | England | 5 |
| 5 | Italien | 5 |
| 6 | Wales | 0 |
