Sinner zertrümmert djokovic-rekord und marschiert durch miami wie ein cyborg

26 Sätge in Serie, keine Niederlage, kein Satzverlust – Jannik Sinner spielt Tennis, als hätte jemand die Schwierigstufe auf „leicht“ gestellt. Gegen Corentin Moutet ließ er dem Franzosen gerade mal neun Games, fegte ihn in 67 Minuten vom Platz und schob sich dabei an einem der größten Namen der Sportgeschichte vorbei: Novak Djokovic.

Der alte rekord war zehn jahre alt – jetzt gehört sinner allein

24 Sätge hielt der Serbe seit 2015. Sinner baute die Serie nach dem 6:1, 6:4 in Miami auf 26 aus. Die letzte Niederlage auf 1000er-Ebene datiert vom Oktober 2025, damals noch in Paris-Bercy. Seitdem hat er 21 Linkshänder nacheinander geschlagen, drei Turniere gewonnen und dabei keinen einzigen Satz abgegeben. Die Zahl lautet: 49 Games, 26 Sätge, 0 Satzverlust.

„Ich versuche, jeden Ball zu lesen, jede Sekunde konzentriert zu bleiben“, sagte er nach dem Match, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt. Für den Rest des Feldes klingt das wie ein Drohschreiben.

Michelsen als nächstes opfer – der head-to-head ist ein scherbenhaufen

Michelsen als nächstes opfer – der head-to-head ist ein scherbenhaufen

Im Achtelfinale wartet Alex Michelsen. Der 21-jährige US-Amerikaner trifft auf einen Gegner, der ihn zweimal schon in je zwei Sätgen nach Hause geschickt hat. Michelsen kennt das Gefühl, gegen Sinner zu verlieren – er wird es heute Abend wieder kennenlernen. Die Quote, dass Sinner die Rekordserie ausbaut, liegt bei 1,04 – ein Witz für einen Turniersieg, Realität für den Südtiroler.

Während Carlos Alcaraz in Miami müde wirkt und Medvedev schon die Koffer packt, läuft Sinner durch das Feld wie ein Update, das die Konkurrenz noch nicht installiert hat. Die Frage ist nicht mehr, ob er das Turnier gewinnt, sondern wie lange die Serie noch läuft. Die Antwort: mindestens bis Wimbledon, wenn er so weitermacht.