Sinner und alcaraz: piatti enthüllt die geheimnisse des tennis-duells!

Monte Carlo – Riccardo Piatti, einer der renommiertesten Tennislehrer der Gegenwart, hat im Interview mit dem Corriere der Repubblica ein Feuerwerk an Einschätzungen abgegeben. Im Fokus: Der Kampf um die Tennisweltspitze zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz und die Herausforderungen, die die Sandplatzsaison für die Top-Spieler bereithält.

Die terra rossa: eine unbarmherzige prüfung

Piatti lässt keinen Zweifel daran, dass der Sandplatz eine ganz eigene Kategorie darstellt. „Der Tennis auf Sand, vor allem in fünf Sätzen, ist der Schönste und Schwerste“, erklärt der erfahrene Coach. „Man muss rutschen, die Bälle kontrollieren und Geduld haben – Komponenten, die auf anderen Belägen fehlen.“ Monte Carlo diene daher eher als Anlaufstelle zur Feinabstimmung, als als sofortiger Gradmesser der Form.

Alcaraz und Sinner sind für Piatti in einer eigenen Liga. „Sie sind eine Stufe über den anderen. Alcaraz passt sich dem Sand schneller an, während Sinner etwas mehr Zeit benötigt.“ Die beiden haben Paris fest im Blick – wer sich besser vorbereitet, wird das Rennen machen. Dabei verweist Piatti auf eine wichtige Beobachtung: „Alcaraz ist sehr produktiv im Rückspiel, er setzt den Gegner unter Druck.“

Doch Piatti sieht auch andere Anwärter auf den Thron. „Zverev ist ein harter Arbeiter und könnte diese beiden gefährden“, so der Experte. Er kritisiert allerdings seine Sturheit: „Er findet sich mit seinem Vater als Coach gut, aber ein anderer Blickwinkel könnte ihm nicht schaden.“ Auch Lorenzo Musetti wird als ernstzunehmender Kandidat für eine gute Leistung auf Sand gehandelt.

Junge wilde und die suche nach konstanz

Junge wilde und die suche nach konstanz

Die neuen Talente im Tennis haben ebenfalls Aufmerksamkeit erregt. Arthur Fils, der von der französischen Tennis-Föderation zu Piatti in seine Akademie nach Bordighera geschickt wurde, wird als „stark wie ein Bulle“ beschrieben. „Er ist intelligent, ehrgeizig und hat Ivanisevic als Coach – eine kluge Wahl.“

João Fonseca hingegen müsse erst noch seine Erfahrung sammeln. „Er hat noch zu wenige ATP-Matches gespielt. Ich würde ihn gerne eine ganze Saison lang konstant spielen sehen, bevor ich ihn ernsthaft bewerte. Er muss verstehen, was ihm fehlt, um gegen die Top-Spieler zu gewinnen.“

Piatti betont die Bedeutung von Prioritäten und Klarheit. „Wie bei Maria Sharapova damals, muss man wissen, was das Ziel ist und alles dafür tun, es zu erreichen.“ Er erinnert an die Entscheidung von Alcaraz, sich von Ferrero zu trennen: „Diese jungen Spieler schauen nicht zurück, sondern konzentrieren sich auf das Wesentliche: das Gewinnen von Grand Slams.“

Sinner – der nächste schritt

Sinner – der nächste schritt

Nach seinem historischen „Sunshine Double“ hat Sinner sein Spiel noch einmal verbessert, insbesondere seinen Aufschlag. „Er ist körperlich gewachsen und wird nun zeigen, wie er sich auf Sand schlägt. Er muss aggressiv sein, besonders im entscheidenden Moment.“ Piatti schließt eine Verpflichtung von Andy Murray nicht aus: „Er ist intelligent, erfahren und solide. 2021 besiegte er einen jungen Sinner in Stockholm – ein Mann mit Format.“

Fazit: Die Sandplatzsaison verspricht packende Duelle und spannende Überraschungen. Während Sinner und Alcaraz den Ton angeben, dürfen wir auch die anderen Herausforderer nicht unterschätzen. Die Balance zwischen Härte und taktischer Finesse wird entscheidend sein. Und wer weiß, vielleicht entscheidet sich die nächste Generation des Tennis hier endgültig.