Sinner räumt auf: mit 24 jahren alle cement-kracher gewonnen

Jannik Sinner hat Indian Wells geknackt – und damit den letzten Fehltrick auf dem harten Belag ausgelöscht. Mit 24 Jahren, sechs Jahre schneller als Federer, besitzt er jetzt das komplette Set: Toronto, Melbourne, Miami, Cincinnati, New York, Shanghai, ATP Finals, Paris-Bercy und eben die Wüste von Kalifornien. Ein Komplettabbruch aller Rekorde.

Der hattrick, den niemand kommen sah

2023 ging er mit einem blauen Fleck in die US-Serie, rauschte aber in Toronto als erster Italiener überhaupt zum Masters-Titel. Die Szene fragte: War das ein Lucky Punch? Die Antwort folgte auf dem Fuße: Australian Open 2024 – ohne Satzverlust. Miami danach – Finale gegen Medvedev im Tiebreak entschieden. Cincinnati: erneut Medvedev, erneut ein Break im dritten Satz. New York: Endspiel gegen Fritz, die Nummer eins der USA, zerlegt in drei kühlen Sätzen. Shanghai, ATP Finals, Paris-Bercy – alles nacheinander, als wäre es ein Trainingsblock.

Die Zahlen sind schon jetzt absurd: 38 Siege bei nur zwei Niederlagen auf Outdoor-Hardcourt seit August 2023, ein First-Serve-Prozentwatz von 68 % und ein Breakball-Umwandler von 46 %. Das ist kein Tennis mehr, das ist Zahlenzauberei.

Was das für den rest der tour bedeutet

Was das für den rest der tour bedeutet

Niemand redet mehr vom „Next Gen“. Die Generation ist angekommen. Djokovic muss seine Australien-Taktik überdenken, Alcaraz seine Beinarbeit auf Cement optimieren – sonst wird er zur Staffage. Sinner spielt mit einer Mischung aus Aggressivität und Geduld, die früher nur Novak selbst beherrschte. Der Unterschied: Er trifft die Linie früher, nimmt sich die Punkte, statt sie zu verteidigen.

Die Saison ist noch jung, aber die Warnung ist raus: Wer auf Hartplatz gegen Sinner liegt, liegt meist schon im Bett, bevor das Match offiziell vorbei ist.