Sinner kloppt sich in miami reich und jagt jetzt monte carlo

Jannik Sinner hat den Miami Open zum zweiten Mal in Serie geklaut – und dabei nicht nur den Pokal, sondern auch 1,15 Millionen Dollar und 1.000 Rankingpunkte eingesackt. Die Rechnung ist simpel: Wer in Indian Wells gewinnt und zwei Wochen später in Florida nachlegt, darf sich über ein Preisgeld-Schnäppchen freuen, das selbst Profis selten kennen.

Der 22-Jährige schraubt seine Karriere-Prämie damit auf 61,2 Millionen Dollar. Allein 2024 flossen bereits 3,2 Millionen auf sein Konto – und das, obwohl die Sandplatz-Saison gerade erst beginnt. Für Jiri Lehecka war das Finale ein Trostpflaster: 612.340 Dollar und 650 Punkte – genug, um in den Top-20 zu bleiben, aber weit weg von Sinner aktuellem Turbo-Modus.

Monte carlo wird zur nächsten goldgrube

Monte carlo wird zur nächsten goldgrube

Vom 5. bis 12. April geht die Jagd weiter – diesmal im Fürstentum. Monte Carlo gilt als „Rallye-Start“ der roten Saison, doch für Sinner ist der 1000er-Event längst kein Geheimtipp mehr. Nach zwei Hartplatz-Krachern will er nun auch auf Sand seine Scharte aus dem Vorjahr wischen, als er im Viertelfinale gegen Holger Rune das Nachsehen hatte.

Die Frage ist nicht, ob er kann – sondern wie schnell. Seine Serve-Geschwindigkeit stieg in Miami um durchschnittlich 6 km/h, die Vorhand-Spin-Rate legte um 12 % zu. Zahlen, die selbst seinem Coach Darren Cahill ein Schmunzeln abringen: „Er schlägt Bälle, die eigentlich noch in der Luft sind, schon wieder zurück.“

Die Konkurrez schaut jetzt auf die Uhr. Carlos Alcaraz laboriert an einem Arm-Problem, Novak Djokovic pausiert nach seiner Frühjahrs-Müdigkeit. Ein Power-Vakuum, das Sinner mit klinischer Präzision ausnutzt. Wenn er in Monte Carlo das Halbfinale erreicht, überholt er Daniil Medvedev – und steht vor dem Sprung auf Platz 1.

Die Saison ist vier Monate alt. Sinner hat schon zweimal zugeschlagen. Die nächste Million wartet hinter den Klippen des Mittelmeers. Und er? Er hat gerade erst angefangen, den Sand aus den Schuhen zu klopfen.