Sinner erlebt démonenstart: von 6-3, 6-2, 5-1 zur demütigung!
Paris bebte, als Jannik Sinner, die Nummer 1 der Welt, in Roland Garros am heutigen Dienstag einen der schockierendsten Zusammenbrüche der Tennisgeschichte erlebte. Der Italiener schien auf dem Weg in die dritte Runde, doch plötzlich kippte das Match – und zwar auf dramatische Weise.

Ein absturz, der sprachlos macht
Sinner führte bereits komfortabel mit 6:3, 6:2 und war nach einem weiteren Break mit 5:1 im dritten Satz dem Sieg geweiht. Dann geschah es: Eine Serie von 18 verlorenen Punkten, vier weiße Spiele und zwei weitere verlorene Punkte in einem weiteren Spiel. Die Zahlen sind unfassbar, die Realität für die Zuschauer im Philippe-Chatrier-Stadion kaum zu ertragen. Was war geschehen?
Anfänglich deuteten Anzeichen auf eine leichte Hüftverletzung hin, doch die wahre Ursache war ein heftiger Hitzschlag, der Sinner augenscheinlich die Kraft raubte. Er war kaum in der Lage, sich zu bewegen. Sein argentinischer Gegner Francisco Cerúndolo erkannte seine Chance und nutzte Sinner's angeschlagene Verfassung gnadenlos aus. Vier Spiele in Folge brachten ihn zurück ins Match, und die folgenden zwei Punkte sicherten ihm den Satzgewinn mit 7:5.
Der Gang in die Umkleidekabine half Sinner keinesfalls. Cerúndolo, der sich sichtlich gestärkt fühlte, dominierte die folgenden Sätze mit einer beeindruckenden Leistung. Mit 6:1 und erneut 6:1 sicherte er sich den Sieg und vollendete den historischen Comeback – eine Leistung, die für die Tenniswelt in die Annalen eingehen wird. Sinner's einst so sichere Führung von 6:3, 6:2, 5:1 schmolz dahin zu einem 6:3, 6:2, 5:7, 6:1, 6:1. Ein Spielverhältnis von 18:2, das kaum zu begreifen ist.
Die mentale Blockade war offensichtlich. Eine körperliche Erschöpfung, die über die übliche Nachwirkungen eines anstrengenden Matches hinausging. Die Frage, die nun im Raum steht: Kann Sinner diesen traumatischen Moment verarbeiten und gestärkt daraus hervorgehen? Ein solches Debakel hinterlässt tiefe Spuren, nicht nur im sportlichen, sondern auch im psychologischen Bereich.
Francisco Cerúndolo hingegen wird diesen Sieg für immer in Erinnerung behalten – ein Beweis für seine Widerstandsfähigkeit und sein Potenzial auf Grand-Slam-Ebene. Er hat heute nicht nur ein Match gewonnen, sondern auch ein tennislegendäres Kapitel geschrieben.
