14-Jähriger ciprietti zerlegt die martanese und jagt den doppel-titel
Zwei Jahre, kein Verlust, ein Name. Lorenzo Ciprietti ist 14 und spielt Boccia wie ein Veteran. In Brescia fegte der Abruzzese mit Castel Fidardo über die Martanese Lecce hinweg und schraubte den Pokal gleich zum zweiten Mal in die Höhe.
Die finale hand in hand mit caimmi
Die Entscheidung fällt im Doppel. Ciprietti und Nicolò Caimmi stellen sich an die Richtlinie, atmen kurz durch – dann explodiert die Platte: vier Kugeln liegen Schachbrett-eng, jede besser als die vorherige. «Wir konnten es selbst kaum fassen», sagt Ciprietti, der sich auf der Tribüne noch die Röte der Aufregung aus dem Gesicht wischt.
Der Gegner, mit Stars gespickt, wirkt plötzlich alt. Die Martanese verliert 9:3, gratuliert still. Castel Fidardo wiederholt den Titel – historisch, denn so etwas gelang in der 70-jährigen Vereinsgeschichte noch niemand.

Fib schreibt «top player» auf die brust
Der Verband verleiht ihm die Auszeichnung, bevor die Kerzen auf dem Geburtstagskuchen überhaupt ausgeblasen sind. Trainer Marco Caimmi lacht: «Er kam vor zwölf Monaten als Rohdiamant von der Spoletina, jetzt poliert er uns die Trophäen.»
Das Geheimnis? 500 Würfe am Tag, ein Notizbuch voller Zielwerte und die Fähigkeit, Nervosität wie einen Mantel abzulegen. «Ich höre zu, schweige, arbeite», sagt der Teenager. Kein Pathos, nur Zahlen.

Serie b und junioren-titel stehen auf dem zettel
Nächste Woche geht’s nach Teramo, ins Trainingslager. Die Saisonziele liegen klar auf dem Tisch: Junioren-Meisterschaft und Aufchlossene Serie B. «Wenn ich morgen pausiere, überholt mich jemand, der heute Nacht nicht schläft», erklärt er trocken.
Hinter ihm räumt die Halle bereits die Bahnen. Castel Fidardo plant fürs dritte Gold – und weiß: ohne Ciprietti keine Triple-Crown. Seine Kugeln rollen, die Konkurrenz zittert.
