Simeone: trotz champions-schmerz blickt atlético nach vorne
Diego Simeone, der Maestro des Herzens von Atlético Madrid, ließ nach dem schmerzhaften Ausscheiden aus der Champions League die Enttäuschung hinter sich und schärfte den Blick auf die kommenden Aufgaben. Seine Worte waren ein Versprechen: Atlético wird kämpfen, bis zum letzten Atemzug.

Die champions-league-narben sind noch frisch
Die Erinnerung an das frühe Aus in der Königsklasse ist allgegenwärtig, doch Simeone weigerte sich, sich darin zu verlieren. “Es ist schwierig, so nah am Ziel zu sein und dann abzufallen. Es lässt einen denken, dass man es vielleicht doch schaffen kann”, gestand er offen. Doch anstatt in Selbstmitleid zu versinken, betonte er die Notwendigkeit, weiterzumachen und aus den Fehlern zu lernen. Die Champions League sei zwar ein wichtiges Ziel gewesen, aber nicht das einzige.
Die Liga als neues Ziel: “Die Qualifikation für die Champions League ist bereits ein enormer Erfolg, vergleichbar mit dem, was Barcelona und Real Madrid anstreben – den Titel zu gewinnen. Wir suchen danach, uns Barcelona und Real Madrid anzunähern, um auch den Titel zu holen.” Seine Aussage verdeutlichte, dass der Fokus nun voll und ganz auf der spanischen Liga liegt.
Simeone ließ keinen Zweifel daran, dass er die Verantwortung für die sportliche Entwicklung des Teams trägt. “Ich erinnere mich an unsere bescheidenen Anfänge, an den Weg, den wir zurückgelegt haben. Dieses Wachstum ist enorm, und die einzige Möglichkeit, unseren Weg fortzusetzen, ist die harte Arbeit in allen Bereichen.” Er betonte, dass der Verein inzwischen eine höhere Qualität aufweist als das Team selbst, was ihm Hoffnung für die Zukunft gibt.
Die Reaktion der Fans bleibt ungewiss. “Wir werden uns unserer Anhängerschaft stellen, und sie werden entscheiden, ob sie hinter uns stehen oder nicht. Das ist verständlich, sie wollen Siege sehen. Wir geben alles, und danach müssen wir akzeptieren, wie es kommt. Manchmal läuft es, wie Gott es will, manchmal eben nicht.”
Koke im Fokus: Auch die Situation von Koke, einer Legende des Vereins, wurde angesprochen. “Ich werde mit ihm sprechen, meine Gefühle offenlegen, und er wird mir sagen, was er denkt.” Ein offenes Gespräch, um die Zukunft des erfahrenen Mittelfeldspielers zu klären.
Simeone zeigte sich unbeeindruckt von den jüngsten Turbulenzen im Verein. “Ich respektiere die Fragen, aber ich bin nicht der richtige Ansprechpartner, um über die aktuelle Situation bei Real Madrid zu sprechen.”
Seine Söhne scheinen bereits von der Atlético-DNA infiziert. “Die Kinder, die in diesen 14 Jahren geboren wurden, wissen, warum sie Atlético-Fans sind. Es muss ihnen nicht erklärt werden.” Eine Aussage, die die tiefe Verwurzelung des Vereins in der Stadt und in den Herzen der Menschen unterstreicht.
Die Spieler als Motivation: Was treibt ihn an? “Die Spieler, hundert Prozent die Spieler.” Simeone schätzt das Engagement und den Kampfgeist seiner Mannschaft. Er akzeptiert die Kritik, sieht sie aber als notwendige Triebfeder für Verbesserungen. “Wir wissen, wo wir stehen, und solange ich hier bin, werden wir kämpfen.”
