Siegemund kämpft sich in indian wells in runde zwei
Ein Sieg als verspätetes Geburtstagsgeschenk: Laura Siegemund hat beim WTA-1000-Turnier in Indian Wells als einzige deutsche Spielerin die zweite Runde erreicht – und das mit einer Portion Trotz, die ihr Spiel seit Jahren auszeichnet. Die Metzingerin bezwang die Kroatin Petra Marcinko mit 3:6, 6:3, 6:4, genau 24 Stunden nach ihrem 38. Geburtstag. Kein Geschenk von außen. Keines nötig.
Siegemund als letzte deutsche im feld
Das Turnier hätte für den deutschen Damentennis nicht schlechter starten können. Eva Lys aus Hamburg musste ihre Teilnahme wegen einer Knieverletzung noch vor dem ersten Aufschlag absagen. Dann folgte der erste Spieltag wie ein schlechtes Drehbuch: Tatjana Maria aus Bad Saulgau und Ella Seidel aus Hamburg schieden nacheinander aus. Zwei Niederlagen, ein Rückzug – und plötzlich war Siegemund die einzige, die noch im Rennen war.
Ihr Erstrunden-Sieg ist auch deshalb bemerkenswert, weil er ihr erster seit dem Zweitrunden-Aus bei den Australian Open im Januar des vergangenen Jahres in Melbourne war. Lange Durststrecke. Kurze Faust. Der Moment gehörte ihr allein.

Switolina wartet – und das ist kein spaziergang
Die Weltranglisten-55. trifft in der Runde der letzten 64 auf die an Nummer neun gesetzte Ukrainerin Jelena Switolina. Eine Aufgabe, die auf dem Papier ungleich klingt. Aber Siegemund hat in ihrer Karriere schon öfter bewiesen, dass Papier geduldig ist – und sie es nicht immer respektiert.
Das Preisgeld des Turniers liegt bei über neun Millionen Dollar. Wer hier Runden übersteht, spielt nicht nur für die Weltrangliste. Das Gesamtpaket macht Indian Wells zu einem der begehrlichsten Pflichttermine im Kalender. Siegemund ist noch dabei. Der Rest des deutschen Teams schaut zu.
