Shiffrin zerbricht kristallkugel – aprilscherz doch nicht!

Mikaela Shiffrin, die unangefochtene Königin des alpinen Skisports, sorgte nach ihrem historischen Gesamtweltcupsieg für eine unerwartete Szene: Ihre glitzernde Kristallkugel liegt nun in Teilen am Boden. Ein Foto, das die 31-Jährige in ihrem Videopodcast „What’s the Point“ teilte, zeigt das fragliche Objekt mit einem deutlich abgebrochenen Globus.

Ein „oopsie“ mit tradition

„Oopsie. leider kein Aprilscherz“, kommentierte Shiffrin den Vorfall auf Instagram. Für Kenner war der Moment jedoch weniger überraschend, wie der Hashtag „IYKYK“ (If You Know, You Know) verriet. Ihre Teamkollegin und Freundin Paula Moltzan konnte sich ein spöttisches „Nicht schon wieder.“ nicht verkneifen – ein Hinweis darauf, dass Shiffrins Trophäen nicht immer unbeschadet überleben.

Bereits im Vorfeld der Saison 2023, nach dem Gewinn von drei Kristallkugeln, gab es einen ähnlichen Vorfall. Damals, bei einem spontanen Shooting mit einem Land-Rover, verlor eine der Trophäen ihren Kampf gegen die Schwerkraft. „Wir haben ganz spontan ein kleines Land-Rover-Shooting gemacht und eine der Kugeln ist aus dem Auto gefallen und zerbrochen“, erzählte Shiffrin später in ihrer YouTube-Serie „Moving Right Along“.

Die beschädigte Kugel fand daraufhin ein neues Zuhause im Colorado Snow Sports Museum, wo sie dank der Hilfe von Familienfreund und Museumsmitarbeiter Chris Anthony aufwendig repariert wurde. Ob Shiffrin ihre aktuelle Bruchlandung ebenfalls der Öffentlichkeit präsentieren wird, bleibt abzuwarten.

Dominanz trotz des missgeschicks

Dominanz trotz des missgeschicks

110 Weltcupsiege und 18 Kristallkugeln – Shiffrins Erfolgsbilanz spricht für sich. Die Doppel-Olympiasiegerin dominierte auch in der Saison 2025/26 den alpinen Ski-Weltcup und zog mit Legende Annemarie Moser-Pröll gleich. Auch Marco Odermatt, der Herren-Weltcup-Dominator, musste in der vergangenen Saison eine ähnliche Erfahrung machen, als seine Riesenslalom-Kugel bei den Feierlichkeiten zu Bruch ging. Er nahm es mit Humor und verteilte die Scherben an sein Team – „jeder hat jetzt einen Teil der Kugel“, so Odermatt.

Shiffrins sportliche Leistungen stehen dabei außer Frage. Ihre Fähigkeit, auch nach solchen Pannen die Konzentration zu bewahren und auf höchstem Niveau zu performen, beweist ihren außergewöhnlichen Charakter. Der Skisport braucht solche Stars – und auch den ein oder anderen holprigen Moment, der ihn menschlicher macht.

Die gebrochene Kristallkugel mag ein harmloser Unfall sein, doch sie erinnert uns daran, dass auch die größten Champions nicht vor Missgeschicken gefeit sind. Und während die Reparatur ansteht, wird Shiffrin sich vermutlich schon auf die nächste Herausforderung konzentrieren – schließlich ist der Winter noch lang.