Shiffrin knallt die rücktrittslügen weg: „ich fahre nächste saison“
Mikaela Shiffrin hat’s satt. Kurz vor dem Weltcupfinale ging die Gerüchteküche über – ein Karriereende, gemeinsam mit Verlobtem Kilde, alles schon beschlossen. Die 31-Jährige reagiert nun mit zwei kurzen Sätzen, die lauter sind als jede Spekulation: „Ich werde in der nächsten Saison Rennen fahren. Punkt.“
Die quelle des gerüchts? stille und ein paar instagram-posts
Die Story kochte in österreichischen Medien hoch, nachdem Shiffrin vor Saarbrücken ein Interview absagte und stattdessen ein Foto mit Kilde postete – beide lächelnd, beide ohne Ski. Die Kommentarspalten explodierten. „Wir haben einfach einen Nachmittag zusammen verbracht“, sagt sie nun dem ORF. „Plötzlich war ich im Ruhestand. Das ist absurd.“
Shiffrin sitzt in der Mixed-Zone, die Stimme ruhig, aber die Körpersprache verrät Ärger. Sie zählt auf: 88 Weltcup-Siege, fünf Kristallkugeln, zwei Olympia-Golds – und trotzdem wird jedes Schweigen als Abdankung interpretiert. „Ich bin spät in meiner Karriere, klar. Aber spät heißt nicht vorbei.“

Die zahlen, die sie noch nicht satt hat
Ingemar Stenmarks Rekord von 86 Siegen ist längst gerissen, doch Shiffrin blickt auf die 100. „Das ist kein Druck, das ist Spiel“, sagt sie. Die Technik-Chefin der US-Ski-Association bestätigt: Sämtliche Rennkalender für 2024/25 sind bereits mit Shiffrins Namen gefüllt – auch die Speed-Starts in Lake Louise und St. Moritz. „Sie plant wie jemand, der noch viel vor hat“, sagt die Trainerin Karin Harjo.
Die Motivation kommt nicht aus dem Vakuum. Shiffrin spricht von neuen Ski-Konstruktionen, von Datenanalysen, die „noch nicht mal die Hälfte“ ausschöpfen. Und von Kilde, der gerade seine erste Saison nach dem Kreuzbandriss beendet. „Er will zurück, ich will weitermachen – wo ist das Problem?“

Die einzige deadline, die zählt
Früher oder später wird Shiffrin aufhören. Aber nicht am 17. März in Sölden, nicht beim Weltcupfinale, nicht einmal, wenn sie die 100 überschreitet. „Ich werde es selbst sagen – und nicht über Instagram“, lacht sie. Bis dahin bleibt das Gerücht, was es war: ein lautes Nichts in einem Winter, der ohnehin schon genug echte Dramen lieferte. Die Königin fährt weiter, und die Krone sitzt noch immer fest auf ihrem Helm.
