Sevilla jagt im giro-kampf seine chance – mit blick ins feld

Diego Sevilla, ein Name, der im Peloton für Bodenständigkeit und unbändige Leidenschaft steht, startet beim Giro d'Italia. Der Fahrer des Polti Visit-Malta Teams blickt nicht nur auf die Anstiege und Etappen, sondern auch auf seine Wurzeln zurück – auf das Landleben und die Verbundenheit zur Familie, die ihn antreibt.

Ein jahr voller fortschritte und neue hoffnung

Sevilla blickt auf eine Saison zurück, die er als „sehr gut“ bezeichnet. „Ich glaube, ich habe einen Schritt nach vorne gemacht, wie fast jedes Jahr“, so der 30-Jährige. Seine Leistungen in Castellón, Strade Bianche und Tirreno-Adriatico bestätigen diesen Eindruck. Doch der Giro hat für ihn eine besondere Bedeutung. Nach seiner ersten Teilnahme im vergangenen Jahr, bei der er leider fehlte, brennt er nun darauf, sich zu beweisen und seine Ambitionen zu verwirklichen. „Es ist etwas Besonderes, zurückzukehren. Ich fühle mich viel besser vorbereitet und bin voller Tatendrang.“

Die familie als anker – und das leben auf dem land

Die familie als anker – und das leben auf dem land

Was viele Top-Sportler nicht haben, ist Sevilla: die Nähe zu seinen Wurzeln. Er gesteht, dass er zwar wenig Zeit auf dem elterlichen Bauernhof verbringt, dennoch bleibt er eng mit seiner Familie verbunden. „Ich bin immer daran interessiert, zu wissen, wie es läuft, was die Preise machen, ob Regen kommt. Es ist ein Teil von mir, mit dem ich aufgewachsen bin.“ Diese Erdung gibt ihm Kraft und Stabilität, auch in der anstrengenden Welt des Profi-Radsports.

Taktische vorbereitung und die dolomiten-herausforderung

Taktische vorbereitung und die dolomiten-herausforderung

Anders als im Vorjahr, wo er direkt nach der Vuelta a Asturias ins Rennen ging, konnte Sevilla in den letzten Tagen vor dem Giro seine Batterien aufladen und sich mental auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren. Ein Trainingslager in Sierra Nevada und ein Zwischenstopp in China ermöglichten ihm, Kraft zu tanken und sich optimal vorzubereiten. Die Dolomiten, eine Region, die er bisher nur vom Giro des Jahres 2023 kennt, stellen eine neue Herausforderung dar. „Ich kenne die Anstiege noch nicht so gut, aber ich bin gespannt darauf, sie kennenzulernen und mein Bestes zu geben.“

Das ziel: eine fluchtfahrt und die chance auf den sieg

Sevilla hat klare Ziele für den Giro. Er will sich zeigen, Chancen nutzen und versuchen, in eine Fluchtgruppe zu geraten. „Ich weiß, dass Fluchtgruppen mit sehr starken Fahrern besetzt sind, aber ich werde kämpfen und mein Bestes geben. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja eine Überraschung.“ Sevilla träumt von einem Etappensieg – ein Traum, der für einen Fahrer mit seiner Entschlossenheit und seinem Talent durchaus im Rahmen des Möglichen liegt.

Mit Jonas Vingegaard als klarem Favoriten im Blick, ist Sevilla jedoch realistisch. Er erwartet eine spannende und abwechslungsreiche Rundfahrt, in der es für viele Fahrer Chancen geben wird. „Es wird ein Giro, der Spaß macht, und ich hoffe, dass wir als Team davon profitieren können.“