Jacobs kehrt zurück: rom wird zum sprint-labor des olympiasiegers!
Rom – Marcell Jacobs, der Überraschungs-Olympiasieger von Tokio, ist zurück! Nach einer schwierigen Phase mit Verletzungen und einem Umzug in die USA bereitet sich der 31-jährige nun in der italienischen Hauptstadt auf eine neue Saison vor. Sein Ziel: Die Form für die Weltspitze und einen erneuten Angriff auf die Medaillenränge.

Die rückkehr an alte wirkungsstätte
Jacobs hat sich entschieden, seine Basis wieder in Rom zu haben – nicht mehr in der Fleming-Villa, die er kürzlich verkauft hat, sondern im benachbarten Centro di Preparazione Olimpica Acquacetosa. Hier stehen ihm optimale Bedingungen für sein Training zur Verfügung: eine Laufbahn, eine moderne Fitnesshalle und eine Gemeinschaft mit anderen Athleten. „Es gibt etwas Beruhigendes, wieder hier zu sein“, so Jacobs. „Viele haben mich freudig empfangen. Diese Gefühle sind unvergesslich.“
Besonders erfreulich für Jacobs ist die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Trainer Paolo Camossi, der ihn nach einer über zweijährigen Pause wieder betreut. „Wir haben uns in Jacksonville und Miami getroffen, um das Vertrauensverhältnis wiederherzustellen. Er kennt meine Stärken und Schwächen wie kaum ein anderer und hat sofort die richtigen Impulse gegeben“, erklärt Jacobs. Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der Technik und der Wiedererlangung der explosiven Kraft, die ihn einst auszeichnete.
Alessandro Monte, ein junger Physiotherapeut und Osteopath aus Peschiera del Garda, unterstützt Jacobs engmaschig bei der muskulären Vorbereitung und der Behandlung von Verletzungen. Auch sein langjähriger Physiotherapeut Alberto Marcellini, der zuvor in Florida assistierte, steht ihm nun regelmäßig zur Seite.
Jacobs’ Debüt steht bereits vor der Tür: Am 20. Mai in Savona wird er bei einem Meeting an den Start gehen, gefolgt vom hochkarätigen Golden Gala in Rom am 4. Juni, bei dem er unter anderem gegen Noah Lyles antreten wird. „Die ersten Ergebnisse werden zeigen, wo wir stehen und wie wir weiter trainieren müssen“, so Jacobs. Das Ziel: Vier bis fünf weitere Wettkämpfe vor den Europameisterschaften in Birmingham im August.
Doch Jacobs blickt bereits weiter – weit über die Europameisterschaften hinaus. „Wenn ich nicht auf Los Angeles 2028 hinarbeiten würde, wäre ich nicht hier“, stellt er klar. Die Olympischen Spiele sind weiterhin sein großes Ziel. Und während die deutschen Staffeln bei den World Relays kämpfen mussten, sieht Jacobs Verbesserungspotenzial: „Es gibt Nachwuchs, aber es braucht neue, starke Kräfte, um die etablierten Athleten zu ersetzen.“
Jacobs lebt derzeit mit seiner Familie in Miami, wo er die Nähe zu den Trainingsanlagen und die entspannte Atmosphäre schätzt. „Es war ein Traum, hier zu sein“, sagt er. „Jacksonville hatte nicht mehr den gleichen Reiz.“
