Marini dominiert fp1 in le mans – quartararo mit überraschung
Luca Marini hat das erste freie Training zum Großen Preis von Frankreich in Le Mans überraschend dominiert. Ein chaotischer Start ins Wochenende, geprägt von ungewöhnlichen Platzierungen und technischen Pannen, sorgte für Gesprächsstoff. Während Marini seine Aprilia souverän an die Spitze brachte, kämpften andere Fahrer mit unerwarteten Problemen und neuen Strategien.
Ktm-ersatz und strafen am start
Jonas Folger sprang für den verletzten Maverick Viñales bei Tech3 KTM ein, während Franky Morbidelli aufgrund einer Strafe für unsportliches Fahren in Jerez fünf Minuten später die Strecke betrat. Das trockene Asphalt hatte die Teams jedoch dazu verleitet, sofort die in Jerez getesteten Neuerungen auszuprobieren, da der Himmel für Samstag und Sonntag Regen ankündigte. Ein Wettlauf gegen die Zeit begann.
Die Teams experimentierten mit verschiedenen Flügelprofilen: Rins setzte auf neue Frontflügel, während Quartararo sich für die Yamaha-Spezifikationen von 2025 entschied – ein deutliches Zeichen für seine Ambitionen. Fabio Quartararo zeigte sich indes mit einem auffälligen Spezialhelm. Ein kurioser Moment war der Verlust eines Flügels von Jorge Martín, der glücklicherweise ohne weitere Zwischenfälle von einem Streckenposten beseitigt werden konnte. Giannantonio bestimmte zunächst das Geschehen, wobei fast alle Piloten auf weichen Vorder- und mittleren Hinterreifen setzten. Die Honda-Maschinen überraschten mit starken Leistungen, dicht gefolgt von den Ducatis. Die Aprilien waren zunächst schwer zu erkennen.
Bezzecchi setzte kurz darauf einen Turbo ein und kletterte ins Mittelfeld. Auch KTM konnte mit Acosta und Bastianini punkten. Während der 'Hai von Mazarrón' den harten Vorderreifen testete, entschied sich Marini für einen neuen weichen Reifen und zeigte mit zwei Bestzeiten, wer am Ende das Sagen hatte. Pedro Acosta wurde Zweiter und setzte ebenfalls auf einen neuen mittleren Reifen. Die Verhältnisse waren verrückt: Rins und Zarco reihten sich ebenfalls unter die Top-Piloten ein, während die Werks-Ducatis hinterherhinkten. Marc Márquez konnte sich mit einer soliden Rundenzeit etwas rehabilitieren, ohne jedoch seine Reifen zu wechseln.
Am Ende landete er auf einem überraschenden neunten Platz, da auch andere Fahrer auf neue Reifen verzichteten. Marini, der sich bereits nach einem Cockpit für 2027 umblickt, sicherte sich den Sieg. Die Teams nutzten die Gelegenheit für Auslaufversuche beim Wechseln der Maschinen. Bei Bez’ Aprilias fiel erneut ein Flügel ab – ein Zeichen dafür, dass die Abstimmung noch nicht perfekt ist.

Moto3 und moto2: spanische dominanz
Im Moto3-Training dominierte Carpe in trockener Luft das Geschehen und führte das Feld fast die gesamte Session an. Ein deutliches spanisches Zeichen, mit Carpe, Almansa, Adrián Fernández und David Muñoz unter den vier schnellsten Fahrern. Der Tabellenführer Quiles landete auf dem achten Platz. Brian Uriarte belegte den zehnten Rang, Cruces den 13., Joel Esteban den 15. und Ríos den 24.
Auch in der Moto2-Klasse setzte sich Manu González durch, nur 83 Tausendstelsekunden vor Izan Guevara. Dani Holgado wurde Sechster, Ortolá Siebter, Alonso López Neunter und Canet Zehnter. Sergio García Dols belegte den 13. Platz, Adrián Huertas den 19., Dani Muñoz den 20., Navarro den 21., Alberto Ferrández den 22., Marcos Ramírez, der weiterhin Piqueras ersetzt, den 23., Rueda, frisch von einer Operation wegen eines Kompartmentsyndroms, den 24. und Escrig den 25.
Die Ausgangslage für das Wochenende ist ungewiss, aber eines ist klar: Das Rennen in Le Mans verspricht Spannung und Überraschungen. Die gestrigen Ergebnisse sind nur ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet.
