Serie-b-paukenschlag: südtirol träumt vom aufstieg, venedig marschiert, empoli droht der absturz

25 Punkte holte Venedig seit dem Jahreswechsel, 21 sammelte der FC Südtirol – und plötzlich riecht es in Bozen nach erstem Aufstieg in die Serie A. Empoli dagegen hat seit dem 10. Januar kein Spiel mehr gewonnen und wacht nun auf Platz 18 auf. Die Zwischenbilanz der Rückrunde 2026 verrät, wer wirklich Gas gibt und wer mit dem Bremsen vergessen hat.

Venedig ohne bremse, monza mit stahlmauer

Die Lagunenstädter schossen in zehn Partien 27 Tore – das sind 2,7 pro Spiel. Michael Svoboda und Co. demolierten Avellino und Cesena jeweils 4:0, fuhren in Mantua sogar 5:2 auf. Monza antwortete mit der besten Defensive: nur sieben Gegentore, 23 Punkte. Die beiden Klubs haben sich längst von der Spitzengruppe des Herbstes abgesetzt.

Dahinter lauert der eigentliche Sensationsmann: Südtirol. Vor Weihnachten noch Außenseiter, kratzt die Mannschaft von Trainer Thomas Stöckl seit Januar an der Promotionszone. 21 Zähler, nur eine Niederlage, dazu die lauteste Kurve der Liga. Die weiß-roten Berge werden gerade zur Festung – und die Gegner spüren die Höhenlage auch in den Köpfen.

Empoli taumelt, cesena verliert die orientierung

Empoli taumelt, cesena verliert die orientierung

Die großen Verlierer tragen Blau. Empoli hat aus den letzten 30 möglichen Zählern nur sieben geholt, kassierte in sieben Spielen nur Torlos-Geschenke und steht nur drei Punkte über dem Strich. Trainer ballte schon mehrfach die Faust, doch die Mannschaft wirkt wie gelähmt. Cesena rutschte vom Aufstiegsaspiranten zum Abstiegskandidaten: sieben Punkte, kein Sieg seit Weihnachten, die Umkleide verbarrikadiert sich vor Journalisten.

Avellino bringt es auf dieselbe magere Ausbeute, wechselte daraufhin den Coach – doch Ballardini findet bislang keinen Zündfunken. Die drei Klubs haben sich selbst in die Ecke gespielt, und der Kalender tickt unerbittlich.

Sampdoria wacht auf, frosinone verschläft den start

Sampdoria wacht auf, frosinone verschläft den start

Gegen die komplette Negativserie stemmt sich die Sampdoria. 13 der 30 Saisonpunkte holten die Genuesen 2026, Dennis Hadzikadunic dirigiert die Abwehr wie ein Dirigent. Der Klub verließ die rote Zone – und die Kurve singt wieder.

Frosinone dagegen legte sich selbst Handschellen an. 17 Punkte, zwei Remis gegen direkte Konkurrenten, kein Sieg in Top-Spielen. Die Ciociari wollten eigentlich durchstarten, fielen aber auf Platz fünf zurück. Der Traum von der direkten Rückkehr in die Serie A verblasst, während Südtirol plötzlich denselben Duft wittert.

Die Tabelle der Rückrunde lügt nicht. In zwei Monaten entscheidet sich, wer die Play-offs rockt und wer den Gang in die dritte Liga antreten muss. Die Zeichen stehen auf Sturm – und Bozen hat gerade den Wind gedreht.